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Kostenexplosion bei Schwimmhalle Freiberger Platz

Kostenexplosion bei Schwimmhalle Freiberger Platz

Die Kosten für die Sanierung der maroden Schwimmhalle am Freiberger Platz steigen auf über 30 Millionen Euro. Nach DNN-Informationen weist das Gutachten eines externen Planungsbüros weitere Mehrkosten in Höhe von sechs Millionen aus.

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Diese Schwimmhalle steht nicht in Dresden, sondern in Halle/Saale. Dort wurde mit nur 13 Millionen Euro eine komplett neue Schwimmhalle gebaut. Grafik: Stadt Halle

Damit steigen die veranschlagten Kosten für die Sanierung der Schwimmhalle von 24 Millionen auf über 30 Millionen Euro.

Sven Mania, der Leiter des Sportstätten- und Bäderbetriebes, bestätigt, dass das Gutachten höhere Kosten ausweist, als bisher angenommen. "Das Ergebnis ist ernüchternd", sagte Mania. Genaue Zahlen wollte er jedoch nicht nennen. Der zuständige Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Ursprünglich wurde die Projektanalyse vom Sportstätten- und Bäderbetrieb in Auftrag gegeben, um neues Einsparpotenzial bei der Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Schwimmhalle zu finden. Für die Finanzierung der ursprünglich 24 Millionen teuren Sanierung fehlten damals noch vier Millionen Euro. Diese erhoffte sich der Bäderbetrieb mit kleinen Planungsänderungen zusammenzusparen. Nun ergab die Projektanalyse jedoch das Gegenteil: Eventuelle Risiken wurden vernachlässigt. Berechnet man diese angemessen, kostet die Sanierung der Halle über 30 Millionen Euro.

FDP-Stadträtin Barbara Lässig sieht mit dieser Kostenexplosion das gesamte Projekt in Gefahr. "Wir müssen uns auf Minimalforderungen herunterfahren", so Lässig. "Niemals werden wir die fehlenden elf Millionen Euro bei der derzeitigen Haushaltslage bewilligt bekommen." Lässig schlägt den Bau einer komplett neuen Schwimmhalle auf dem Gelände des Ostrageheges vor. Dies sei viel günstiger und mit den zur Verfügung stehenden 19 Millionen Euro sofort umsetzbar. Dass ein Neubau realisierbar ist, zeige die Stadt Halle. Für nur 13 Millionen Euro baute sie eine komplett neue Schwimmhalle mit 50-Meter-Becken, Entspannungsbecken und Strömungskanal. Der Ersatzneubau der Trainingsschwimmhalle in der Robert-Koch-Straße wurde im vergangenen November nach eineinhalb Jahren Bauzeit eröffnet. Zur Erinnerung: Die Sanierung der Freiberger Schwimmhalle steht schon seit über 15 Jahren auf der Tagesordnung des Dresdner Stadtrates.

Auch Leipzig hat in dieser Beziehung eindeutig mehr Entscheidungsfreude und Willensstärke bewiesen. Das Sportbad an der Elster hat sogar nur 9,5 Millionen Euro gekostet. Per Stadtrat im Jahr 2004 beschlossen, konnte das neue Hallenbad mit 50-Meter-Becken und einem Saunabereich im Jahr 2008 eingeweiht werden.

Der Neubau einer Schwimmhalle im Ostragehege wurde in der Vergangenheit schon einmal in Erwägung gezogen, jedoch in der Planung wieder fallen gelassen. Nachteile seien laut einer Analyse die höheren Betriebs- und Personalkosten, die durch die zwei Standorte entstehen. Zudem entspreche diese Variante nicht dem Ziel, den Leistungssport an der Freiberger Straße zu bündeln.

Das sind für Barbara Lässig alles keine Argumente mehr. "Eine neue Schwimmhalle ist unsere einzige Chance", appelliert sie. "Wir müssen jetzt alle zusammenhalten." Ein Neubau bringe auch Vorteile. Dies bestätigt auch die sportfachliche Beratung der damaligen Analyse: Das Vereinsschwimmen und das öffentliche Schwimmen könnten entflochten werden und der Badbetrieb ohne Unterbrechung weiterlaufen. Zudem sei die Nähe zum Sportschulzentrum ein Vorteil dieser Variante.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.03.2012

Katrin Tominski

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