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Kommunalisierung des Schütz-Konservatoriums in Dresden kommt voran

Kulturpolitik Kommunalisierung des Schütz-Konservatoriums in Dresden kommt voran

Im Stadtrat wird an den nächsten Schritten für die Rekommunalisierung des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden gearbeitet. Damit erhält Dresden nach 20 Jahren wieder einer städtische Musikschule. 1996 war die Einrichtung in eine Vereinsstruktur überführt worden.

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Quelle: Vladimir Zaplakhov

Dresden. Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit will die Kommunalisierung des Heinrich-Schütz-Konservatoriums voranbringen. Vor einem Jahr hatte der Stadtrat den Oberbürgermeister mit den Vorbereitungen beauftragt, jetzt folgen konkrete Schritte. Im Kulturausschuss haben Linke, Grüne und SPD am Dienstagabend eine geänderte Beschlussvorlage der Stadtverwaltung verabschiedet.

Demnach soll der Stadtrat die Bildung eines Eigenbetriebes für das Schütz-Konservatorium beschließen, der spätestens zum Schuljahr 2017/2018 den Schulbetrieb in kommunaler Trägerschaft übernimmt. „Mit der Kommunalisierung dieser hervorragenden Institution der musikalischen Bildung in der Landeshauptstadt werden wir sicherstellen, dass noch mehr Kinder in Dresden in den Genuss dieser Ausbildung kommen können – egal ob sie in armen Familien aufwachsen oder in Wohlstand, egal in welchem Stadtteil sie leben“, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion Dana Frohwieser. „Damit eine Teilhabe für alle Kinder, unabhängig von Sozialstatus oder Herkunft möglich ist, sorgen wir für eine gerechte Entwicklung des Anteils, den die Eltern an der Mitfinanzierung der Musikschule tragen – heute und in Zukunft“, ergänzte Stadträtin Cornelia Eichner, die für die Linke im Kulturausschuss sitzt. Und nach Ansicht von Ulrike Hinz (Grüne) hat sich die Einrichtung in den letzten 20 Jahren zwar hervorragend entwickelt, mit 6000 Schülern und einem Gesamtetat von sechs Millionen Euro sei sie aber inzwischen zu groß für ein Management in Vereinsträgerschaft.

Das Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden (HSKD) soll laut Vorlage auch in kommunaler Trägerschaft eine musikalische Breiten- und Spitzenausbildung im Instrumental- und Vokalbereich anbieten. Für die Jahre ab 2018 geht die Stadt von einer Entgelterhöhung von zwei Prozent aus. Außerdem sollen mindestens die musikalischen Angebote der Jugendkunstschule in das HSKD übernommen werden, weitere Synergien im Bereich Tanz sollen untersucht werden. Zusätzlich zum kommunalen Zuschuss von 2,2 (Stand: 2016) seien bis 2020 weitere insgesamt 1,3 Millionen Euro von der Stadt nötig. Schrittweise sollen unter anderem Honorarkräfte etwas mehr Geld erhalten und sieben zusätzliche Vollzeitstellen entstehen.

Von Ingolf Pleil

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