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Kommunale Krankenhäuser sehen Licht am Ende des Tunnels

Kommunale Krankenhäuser sehen Licht am Ende des Tunnels

Die Städtischen Krankenhäuser Dresden-Neustadt und Dresden-Friedrichstadt sehen Licht am Ende des Tunnels. Bis zum Jahr 2015 sollen die bislang defizitären kommunalen Eigenbetriebe eine schwarze Null erwirtschaften.

Das vorläufige Jahresergebnis für 2013 weist zwar wieder ein sattes Minus aus, es ist aber nicht mehr so satt wie in den Vorjahren.

Im Jahr 2011 steckten die beiden Krankenhäuser noch mit 7,5 Millionen Euro in den tiefroten Zahlen, im vergangenen Jahr waren es 5,5 Millionen Euro Miese. Der Managementreport für das Krankenhaus Neustadt zum vierten Quartal 2013 weist ein Jahresverlust von 3,458 Millionen Euro aus. In Friedrichstadt beträgt das Defizit nur 517 000 Euro, so dass beide Häuser einen Verlust von weniger als vier Millionen Euro eingespielt haben. Die Tendenz ist also positiv.

Zumal es sich um vorläufige Zahlen handelt und sich der Neustädter Abschluss noch verbessern kann. Mitverantwortlich für das hohe Defizit, das um 2,363 Millionen Euro höher als geplant ausfällt, sind Prüfungen von Abrechnungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Die Versicherungen streiten mittlerweile häufig über die Notwendigkeit von medizinischen Leistungen, teilweise wird sogar erbittert vor dem Sozialgericht gefochten. Werden Rechnungen des Krankenhauses geprüft, taucht der Betrag als Risikoposten in der Bilanz auf und sorgt so für negative Zahlen.

Für geringere betriebliche Erträge sorgte laut Managementreport auch eine Tariferhöhung. Mehrerlöse erzielte das Krankenhaus Neustadt dank des im vergangenen Jahr von der Bundesregierung aufgelegten Maßnahmepakets zur finanziellen Hilfe für Krankenhäuser. Mit Stand 31. Dezember 2013 saß das Krankenhaus Neustadt auf einem Schuldenberg von 14 Millionen Euro. Die Liquidität konnte nur durch Kassenkredite gesichert werden.

Das Krankenhaus Friedrichstadt hat ein um rund 1,5 Millionen Euro besseres Ergebnis erwirtschaftet, als ursprünglich geplant worden war. Dazu beigetragen haben unter anderem Steuererstattungen für die Vorjahre. Aber auch 12,6 nicht besetzte Vollzeitstellen hätten den Personalaufwand erheblich verringert und zum positiven Ergebnis beigetragen, heißt es im Managementreport. Die Schulden des Friedrichstädter Krankenhauses belaufen sich auf 11,4 Millionen Euro, die Liquidität ist nur durch Kassenkredite gesichert.

Beide Krankenhäuser zählen zu den großen Unternehmen der Stadt. In Neustadt sind 1123 Personen beschäftigt, in Friedrichstadt 1880. Seit Mitte 2013 sei der Anteil der Teilzeitbeschäftigten stark gewachsen, heißt es in dem Report.

In das Krankenhaus Friedrichstadt wurden im vergangenen Jahr knapp 14 Millionen Euro investiert. Rund 17 Millionen Euro waren für Investitionen vorgesehen, doch die Witterungsverhältnisse hätten insbesondere den Baufortschritt am Haus R verzögert. Im Krankenhaus Neustadt wurden statt der geplanten 4,35 Millionen Euro sogar nur 626 000 Euro investiert. So wurden die eingeplanten 3,5 Millionen Euro für die Umstrukturierung der Intensivstation und der Pflegebereiche nicht in Anspruch genommen, heißt es in dem Report.

Die schwarze Null ab 2015 soll mit weiteren Einsparungen bei den Sachkosten sowie einer "Optimierung und Verdichtung der vorhandenen personellen Ressourcen" erzielt werden, so der Report.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.03.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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