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„Keine Unterstützung von Rechtsextremisten" - Hornbach distanziert sich von Nazi-Demo

„Keine Unterstützung von Rechtsextremisten" - Hornbach distanziert sich von Nazi-Demo

Die Firma Hornbach hat sich am Dienstag deutlich von Kontakten zu Rechtsextremen distanziert. Auf ihrem sogenannten „Trauermarsch" hatte die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) am Sonntag in Dresden einen Miettransporter der Firma als mobile Rednerbühne genutzt.

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Dieser Hornbach-Miettransporter diente der JLO am Sonntag bei ihrem Aufmarsch am Hauptbahnhof als mobile Rednerbühne.

Quelle: Stephan Lohse

Hornbach spricht von einem Missbrauch des Fahrzeugs.

„Das Unternehmen wehrt sich in aller Schärfe gegen Anschuldigungen, die es in Verbindung mit Rechtsextremisten bringen", sagte Steffen Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach-Baumarkt-AG in einer Presseerklärung. Das Unternehmen habe von diesem Einsatz des Fahrzeugs keine Kenntnis gehabt und sei erst am Montag per Mail über den Vorfall informiert worden.

„Jeder kann bei uns ein Fahrzeug anmieten", erklärte Unternehmenssprecherin Ursula Dauth gegenüber DNN-Online. Normalerweise seien es Kunden, die sperrige Ware nach Hause transportieren oder übers Wochenende einen Umzug fahren wollten. Dass Rechtsextreme ein Hornbach-Fahrzeug für ihre Veranstaltungen nutzen, sei ein einmaliger Vorfall, dessen Wiederholung ausgeschlossen werden soll.

Bisher gebe es in den Mietverträgen noch keine Einschränkungen, so Dauth weiter. Die Rechtsabteilung des Konzerns sitze aber bereits an einer Klausel, die noch in dieser Woche in die Verträge aufgenommen werden soll.

Hornbach hat sich nach eigenen Angaben an der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft zur Entschädigung der Zwangsarbeiter beteiligt. Auch wenn das Unternehmen während des Dritten Reichs selbst keine Zwangsarbeiter beschäftigte, habe sich Hornbach seinerzeit mit der freiwilligen Spende der Verantwortung gegenüber der Vergangenheit gestellt.

Seit 2007 ist Hornbach zudem Mitglied im Verein "Gesicht Zeigen! Aktion Weltoffenes Deutschland e.V." Zudem unterstützt Hornbach als Mitglied im Förderverein „Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt" die Umwandlung des ehemaligen Gefängnisses im Quartier Hornbach in Neustadt in eine Gedenkstätte.

Stephan Lohse

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