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Katholischen Kirche und Dynamo Dresden reihen sich in Aufrufe zum Widerstand gegen Rechts ein

Katholischen Kirche und Dynamo Dresden reihen sich in Aufrufe zum Widerstand gegen Rechts ein

Der Diözesanrat des Bistums Dresden-Meißen und Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden haben zum Protest gegen den Nazi-Aufmarsch am 13. Februar in Dresden aufgerufen.

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Sowohl katholische Kirche als auch Dynamo Dresden rufen zur Teilnahme an der Menschenkette auf.

Quelle: AnneKathrin Sturm

Beide warben dafür, sich an den Aktionen gegen den sogenannten „Trauermarsch" der Rechtsextremen zu beteiligen.

Alle katholischen Gemeinden sollten sich an den geplanten Aktionen beteiligen und Mahnwachen vor ihren Kirchen anmelden, sagte Nikolaus Legutke, Vorsitzender des katholischen Diözesanrates, am Dienstag in der Landeshauptstadt. Damit könnten sie ein noch deutlicheres Zeichen gegen menschenverachtendes Gedankengut setzen. Zum Gedenken an alle Opfer von Gewalt sei am Abend ein Angelusgebet mit Bischof Joachim Reinelt geplant.

„Fremdenhass, Rassismus, Antisemitismus und Gewalt gegenüber Andersdenkenden und -lebenden darf kein Spielraum gewährt werden", erklärte der Diözesanrat. Die Mitglieder der Dresdner katholischen Gemeinden sind gebeten, sich an geplanten Aktionen gegen Rechts an diesem Tag zu beteiligen. Anfang Februar marschieren regelmäßig Neonazis in Dresden auf, wenn die Stadt am 13. Februar ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gedenkt. Dafür sind zahlreiche Gottesdienste, Andachten, Mahnwachen und eine Menschenkette geplant.

In der Frage von Blockaden sei die Meinung im Rat verschieden, sagte Legutke, der Gewissensfreiheit und öffentliche Kundgebung und damit zivilen Ungehorsam als wichtiges Gut der Gesellschaft sieht. Die Kriminalisierung von Blockierern hält er aber für überzogen, eine Verfolgung als Ordnungswidrigkeit würde reichen, sagte er. Mit Blick auf die Aggressivität autonomer Gruppen gegenüber der Polizei tue eine engere Zusammenarbeit von Justiz, Stadtverwaltung und Polizei Not. „Wir müssen uns wehren, gemeinsam; denn unser großes Plus ist die Gemeinsamkeit."

Rechtsextremismus ist laut Legutke auch für die katholische Kirche in Deutschland ein Problem. In Gemeinden gebe es eine gewisse Scheu, ihn als eigenständiges Problem zu akzeptieren. Laut Statistik sei rechtsextremes Gedankengut zu 20 bis 25 Prozent in der katholischen Kirche vertreten. Das reiche von der Abneigung gegen Fremde über Antisemitismus bis zum Fremdenhass. „Es geht um eine latente Haltung von Mitgliedern, mit der wir uns auseinandersetzen müssen."

Auch der Fußballclub Dynamo Dresden warb am Dienstag für die geplanten Aktionen gegen Rechts. So kündigte der Verein an, sich mit Spielern und Mitarbeitern am 13. Februar in die Menschenkette einzureihen. Fans seien ausdrücklich eingeladen, sich mit den Dynamos um 16.45 Uhr am Stadion zu treffen, um anschließend gemeinsam zum Rathaus aufzubrechen.

„Rechtsextreme Gewalttaten und Ideologien dürfen weder im deutschen Fußball noch anderswo in unserer Gesellschaft eine Plattform bekommen. Hier gilt es insbesondere aus dem leidgeprüften Dresden ein klares Signal zu senden und allen rechtsextremen Auswüchsen eine klare Absage zu erteilen. Aus diesem Grund ist es für uns selbstverständlich, dass Vertreter aus allen Teilen unseres Vereins an der Aktion `Mit Mut, Respekt und Toleranz- Dresden bekennt Farbe´ beteiligen", erklärte Dynamo-Präsident Andreas Ritter.

dpa / sl

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