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Jan Donhauser soll CDU-Fraktion führen: Müller und Krüger als Stellvertreter im Gespräch

Jan Donhauser soll CDU-Fraktion führen: Müller und Krüger als Stellvertreter im Gespräch

Die CDU hat die Mehrheit im Stadtrat wegen ihrer schwächelnden Partner FDP und Bürgerfraktion verloren, ist aber mit 21 Mitgliedern stärkste Fraktion geblieben.

Am Dienstag stellt sich die Fraktion neu auf - es werden Vorsitzender, Stellvertreter und die Mitglieder des Fraktionsvorstandes gewählt.

Gegenwärtig laufen die Gespräche noch auf Hochtouren. Einigkeit besteht in CDU-Kreisen darüber, dass Georg Böhme-Korn seine Parteikollegen nicht mehr leiten wird. Der 64-jährige Referent hatte die Fraktion 2010 in einer schwierigen Situation übernommen und es geschafft, sie wieder zu einen. Nach der Kommunalwahl im Mai soll nun die Fraktionsspitze verjüngt werden. Ein Name taucht dabei immer wieder auf: Jan Donhauser, bisher bildungspolitischer Sprecher der Fraktion.

Der 45-jährige Lehrer ist als Büroleiter von CDU-Landtagsfraktionsvorsitzendem Steffen Flath tätig und gilt als ruhiger, sachlicher und um Ausgleich bemühter Lokalpolitiker. Gegenüber DNN bestätigte er Gespräche mit CDU-Kreisvorsitzendem Christian Hartmann über den Fraktionsvorsitz, betonte aber: "Das letzte Wort hat die Fraktion."

Damit wäre der lange als Vorsitzender gehandelte Peter Krüger aus dem Rennen. "Ich trage die Verantwortung für mehr als 30 Mitarbeiter und bin beruflich stark eingebunden", erklärte der 53-jährige Unternehmer. Er sei aber bereit, den CDU-Stadträten wie bisher als stellvertretender Vorsitzender zur Verfügung zu stehen.

Im Gespräch ist auch eine Variante mit zwei Stellvertretern. Nach DNN-Informationen hat die frühere Fraktionsvorsitzende Christa Müller angeboten, wieder Verantwortung zu übernehmen. Die 61-Jährige war schon von 1997 bis 2007 stellvertretende Fraktionsvorsitzende, ehe sie den Vorsitz übernahm. Für sie spricht ihr großes organisatorisches Geschick, heißt es in CDU-Kreisen. Das letzte Wort haben die Fraktionsmitglieder.

Gegenwärtig ist die CDU-Fraktion nur zum Zuschauen verurteilt - die Fraktionen von Linken, Grünen und SPD verhandeln gemeinsam mit den zwei Piraten-Stadträten über eine "fortschrittliche Gestaltungsmehrheit" für Dresden. Nur wenn die Gespräche scheitern sollten, kann die CDU wieder ins Rennen um die Macht eingreifen.

Es gibt aber auch noch ganz andere Probleme für die Christdemokraten: Sollte sich neben den etablierten Parteien und der Alternative für Deutschland eine weitere Fraktion bilden, würde die CDU von ihren bisher vier Sitzen in den beschließenden Ausschüssen einen verlieren. Das ließe sich nur verhindern, wenn die Fraktion zwei Stadträte dazugewinnt. Ein schwieriges, aber nicht unmögliches Unterfangen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.06.2014

Baumann-Hartwig, Thomas

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