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Investor für Ostravorwerk gefunden

Investor für Ostravorwerk gefunden

Jahrhundert wurde die Residenzstadt Dresden vom Ostravorwerk aus mit Lebensmitteln versorgt. Knapp 500 Jahre später sollen auf dem von der Friedrich-, der Magdeburger und der Schlachthofstraße eingegrenzten Areal Häuser mit Wohnungen und Geschäften errichtet werden.

Im 16.

Von christoph stephan

Investor ist die mit der USD Immobilien GmbH verwandte "FIRA Grundstücksentwicklung GmbH". "Wir hoffen auf schnelle Abwicklung des Verfahrens durch die verschiedenen Ämter und Gremien der Stadt Dresden und auf einen Baubeginn ab dem Sommer 2013", erklärte Andreas Wolfram, Prokurist bei der FIRA, auf DNN-Anfrage.

Doch im mit Stadträten besetzten Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau, wo am Mittwochabend eigentlich der Weg freigemacht werden sollte für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan, wurde die Entscheidung darüber vorläufig vertagt. Die Politiker störten sich zwar nicht an dem Plan, die zuletzt durch das Recyclingunternehmen "Veolia" genutzte Fläche zu entwickeln, dafür aber umso mehr an den Abläufen innerhalb des vor einigen Monaten initiierten Wettbewerbsverfahrens, bei dem das Architekturbüro "sgp" aus dem nordrhein-westfälischen Meckenheim als Sieger hervorging. Aus Sicht der Mitglieder des Bauausschusses war das Verfahren nicht transparent genug, sie wollen im Rahmen ihrer nächsten Sitzung auch die Entwürfe der anderen Wettbewerbsteilnehmer vorgestellt bekommen. "Meiner Meinung nach sollte sich der Investor zudem um eine frühzeitige Beteiligung der Bevölkerung bemühen und das Projekt auf einer Bürgerversammlung vorstellen", sagt Grünen-Stadtrat Thomas Löser.

Die Planungen der "sgp"-Architekten sehen unter anderem drei- bis viergeschossige Gebäude und eine breite Promenade vor. Letztere soll sich an historischen Strukturen des Ostravorwerks orientieren. Der alte Kuhstall und die alte Scheune sind noch erhalten. Sie stehen unter Denkmalschutz und sollen saniert werden. Zu DDR-Zeiten war das Gelände des Ostravorwerks Standort des Entsorgungsbetriebs "Sero". "Aufgrund der Vornutzung ist mit Altlasten zu rechnen", heißt es in der entsprechenden Stadtratsvorlage. Zudem nutzen vermutlich Tiere die verfallenden Häuser als Unterschlupf.

■ Mitte des 16. Jahrhunderts erwarb Kurfürst Moritz das Vorwerk Ostra und machte es zur

Keimzelle einer herrschaftlichen Gutswirtschaft.

■ Nach Moritz' Tod fiel das Vorwerk an dessen Bruder August; 1568 begann August schließlich mit der Umsetzung seines Vorhabens, das Ostravorwerk in einen

landwirtschaftlichen Großbetrieb umzuwandeln, der unter anderem die Versorgung der Residenzstadt Dresden sicherstellen sollte.

■ Die Ostraer

Bauern mussten dafür ihre Felder abgebe n und erhielten als Entschädigung neue Anbauflächen in Leubnitz, wo sie den Ort Neuostra gründeten.

Quelle: www.dresdner-stadtteile.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.03.2012

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