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Im Wahlkreis 9 müssen Politiker Spagat zwischen Problemen der Platte und fast dörflichen Vierteln versuchen

Im Wahlkreis 9 müssen Politiker Spagat zwischen Problemen der Platte und fast dörflichen Vierteln versuchen

Zum Wahlkreis 9 gehören Viertel, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Auf der einen Seite das Plattenbaugebiet Prohlis, das in den 1990ern mit Bundeshilfe modernisiert wurde, mit Überalterung kämpft und als soziales Brennpunktviertel gilt.

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Blick auf Prohlis aus der Luft: links unten Freibad und Schwimmhalle, in der Mitte durchzieht die Prohliser Allee das Plattenbauviertel. Am Langen Weg (vorn) fehlen nach wie vor die durchgängigen Fußwege.

Quelle: Jürgen M. Schulter

Ähnliches gilt für die „Platte“ in Reick, die sich entvölkert. Auf der anderen Seite sind da von Einfamilien- und Reihenhäusern dominierte Viertel wie Niedersedlitz, Lockwitz oder Strehlen, die an manchen Stellen fast dörflich-idyllisch anmuten und ganz andere Probleme haben.

Insofern verlangt der Dresdner Südosten den Politikern, die hier um Stimmen buhlen, einen Spagat ab, sind doch recht unterschiedliche Aufgaben zu lösen. In früheren Jahren wetteiferten CDU und Linke hier teils Kopf an Kopf um die Dominanz auf den Wahlzetteln, zuletzt tendierte der Wahlkreis aber mehr in die konservative Richtung.

Was aber müssen frischgewählte Stadträte hier nun eigentlich anpacken? In Prohlis steht als wohl größtes Projekt der Ausbau des Palitzschhofes zu einem Stadtteilzentrum auf der Agenda. Dafür müssen die Verhandlungen mit dem Immobilienbesitzer und die Geldbeschaffung vorangetrieben werden. Auch stehen mehrere Jugendclubs und Stadtteilangebote (Beispiel: Jugendhaus „Pixel“ und Jugendkunstschule im Palitzschhof) vor einer ungewissen Zukunft. Nicht zuletzt sollte der Lange Weg endlich saniert und mit durchgängigen Fußwegen versehen werden.

In Niedersedlitz ärgern sich die Anwohner über Holperpisten wie die Bismarck- und Sosaer Straße, die bisher nur in Teilstücken saniert wurden. Auch ist das Areal rings um den Lockwitzbach beziehungsweise den Niedersedlitzer Flutgraben noch nicht umfassend gegen Hochwasser geschützt. Und wer auf Bauland auf dem Gebiet des jüngst abgerissenen Sternenstädtchens wartet, wird sich lange gedulden müssen: Aus rechtlichen Gründen darf hier zehn Jahre lang nicht gebaut werden.

In Teilen von Strehlen monieren die Anwohner eine schlechte Verfügbarkeit schneller DSL-Internetleitungen. Darauf haben Stadträte zwar keinen direkten Einfluss. Kommunaler Druck auf den Privatsektor kann aber zu Lösungen führen. Viel Konfliktpotenzial steckt aus Sicht vieler Strehlener im Projekt der Dresdner Verkehrsbetriebe, eine neue Straßenbahnlinie über den Zelleschen Weg und die Oskarstraße zu bauen.

In Lockwitz kämpfen Anwohner schon lange um einen besseren Lärmschutz vor der Autobahn 17. Auch müsste die restliche Lockwitztalstraße saniert werden.

Heiko Weckbrodt

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