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Im Ortsbeirat Neustadt sitzt erstmals ein Pirat

Im Ortsbeirat Neustadt sitzt erstmals ein Pirat

Früher als der nächste Wahltermin es hätte ahnen lassen, sind die Dresdner Piraten erstmals in einem politischen Gremium der Stadt vertreten. Der Physiker Martin Schulte-Wissermann (41), der durch die Wählervereinigung "Bürgerbündnis Dresden" in den Neustädter Ortsbeirat entsandt wurde, ist seit kurzem Mitglied der Piratenpartei.

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Martin Schulte- Wissermann

Das eine schließt das andere nicht aus, denn das Bürgerbündnis ist nichtmitgliedschaftlich organisiert.

"Für mich sind die Piraten das interessanteste Projekt, das wir seit über 20 Jahren in der politischen Landschaft beobachten können", erklärte Schulte-Wissermann am Wochenende. Der stellvertretende Vorsitzende der Piratenpartei in Dresden, Marcel Ritschel, hält es für keinen Zufall, dass der Neuankömmling unter den Freibeutern aus dem Lager des Bürgerbündnisses stammt. "Die sachorientierte Parteiunabhängigkeit und die generelle Ablehnung des Fraktionszwangs sehe ich als starke Gemeinsamkeiten."

Der Ortsbeirat Neustadt wird heute zum ersten Mal mit einem Mitglied der Piratenpartei am Tisch tagen. Martin Schulte-Wissermann stammt aus Mainz und lebt seit 1995 in Dresden, wo er nicht nur studiert und promoviert, sondern auch ein denkmalgeschütztes Häuschen vor dem Verfall gerettet hat, wie er selbst auf seiner Internetseite schreibt. Der 41-Jährige ist verheiratet und arbeitet als Teilchenphysiker an der TU Dresden. Dem Bürgerbündnis will Schulte-Wissermann auch nach seinem Eintritt in die Piratenpartei treu bleiben.

Mit den Dresdner Piraten und ihren Ansichten erstmals in Berührung gekommen ist Schulte-Wissermann durch sein Engagement in der Bürgerinitiative "Königsbrücker muss leben!". Die Freibeuter machen sich unter anderem für eine gläserne Stadtverwaltung und fahrscheinlosen öffentlichen Personennahverkehr stark.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.06.2012

chs

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