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"Ich kandidiere auf Sieg" - Oberbürgermeister-Kandidat Dirk Hilbert im DNN-Interview

"Ich kandidiere auf Sieg" - Oberbürgermeister-Kandidat Dirk Hilbert im DNN-Interview

Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) will zur Oberbürgermeisterwahl im Juni als unabhängiger Kandidat antreten. Im DNN-Interview erläutert er, warum er jetzt noch keinen Wahlkampf macht und wieso Dresden von Barcelona oder Breslau lernen kann.

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OB-Kandidat Dirk Hilbert im DNN-Interview

Quelle: Archiv DNN

Frage: Herr Hilbert, wann beginnt für Sie der Wahlkampf?

Dirk Hilbert: Der Respekt vor dem Amt der Oberbürgermeisterin und Helma Orosz selber gebietet es, sich zurückzuhalten, solange sie im Amt ist. Ich bin ihr als Erster Bürgermeister ein loyaler Stellvertreter.

Am 7. Juni ist der erste Wahlgang. Läuft Ihnen da nicht die Zeit davon?

Ich bin nicht der Angreifer oder Herausforderer. Solange sich das linke Lager nicht positioniert hat, gibt es auch keine Veranlassung, etwas zu forcieren.

Wie sehr fällt Ihnen Ihr FDP-Parteibuch auf die Füße?

Ich habe immer gesagt: Wenn ich antrete, dann als unabhängiger Kandidat. Es hätte auch andere Optionen gegeben. Wenn man sich von einer oder mehreren Parteien aufstellen lässt, verbinden sich damit Erwartungshaltungen, die man nicht alle und vor allem nicht sofort erfüllen kann. Das war eine Lehre aus der Zeit von Ingolf Roßberg als OB. Vom Parteibuch her kann man sich natürlich einen besseren Aufwind vorstellen, keine Frage.

Im Gegensatz zu einem von einer Partei nominierten Kandidaten können Sie nicht auf eine vorhandene Infrastruktur zurückgreifen. Warum tun Sie sich das an?

Es ist eine Herausforderung, eine funktionierende Logistik aufzubauen. Da sind wir schon dran. Wir beziehen gerade Räume und stellen die ersten Mitarbeiter ein. Das wird eine professionelle Struktur, wie sie eine Partei auch hat. Ich mache das nicht als Zeitvertreib, ich kandidiere auf Sieg.

Wen fürchten Sie mehr: CDU-Bewerber Markus Ulbig oder einen gemeinsamen Kandidaten von Rot-Grün-Rot?

Wenn die Linken einen gemeinsamen Kandidaten aufstellen, wird er oder sie der härtere Gegner.

Warum sollte man Sie wählen?

Dresden ist wahrscheinlich nicht nur montags gespalten. Mein Ziel ist es, aus dieser Blockbildung herauszukommen. Ich denke, dass das ein unabhängiger OB vielleicht sogar am Besten kann. Wir brauchen einen breiten Konsens in der Stadtentwicklung. Die bisherigen Wahlkämpfe waren geprägt von großen Versprechen: Waldschlößchenbrücke, Stadion, Kulturbauten. Diese Themen sind abgeräumt. Jetzt müssen wir hart daran arbeiten, das Abräumen sauber zu Ende zu bringen. Wer jetzt noch weitere Großprojekte versprechen will, macht sich unglaubwürdig.

Was würden Sie als Erstes tun, wenn Sie gewählt werden?

Einen Strategieplan für die Stadt erarbeiten. Wir müssen definieren, wo wir hin wollen, welche Themenfelder wir wie besetzen wollen. Dabei lohnt ein Blick auf andere Städte. Barcelona hat Ende der 80er Jahre einen Strategieplan erarbeitet, der 2010 für die Jahre bis 2020 fortgeschrieben wurde. Oder Breslau, das sich schon seit Jahren sensationell entwickelt.

Gibt es nicht schon genug Pläne für Dresden?

Es mangelt uns nicht an Konzepten, die alle beschlossen sind, für einzelne Themen. Aber was am Ende realisiert wird, bleibt oft der knappen Finanzen wegen dem Zufall überlassen. Wenn wir einen Strategieplan im Konsens haben, können wir Prioritäten setzen. Städte wie Barcelona oder Grenoble haben eine Idee, der sie alles unterordnen. Das stelle ich mir auch für Dresden vor.

Thomas Baumann-Hartwig

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