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Heute entscheidet der Stadtrat über die Planung des Globus-Supermarkts

Heute entscheidet der Stadtrat über die Planung des Globus-Supermarkts

Heute entscheidet der Stadtrat über die weitere Planung eines Globus-Supermarktes auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs zwischen Leipziger und Großenhainer Straße.

Von Ralf Redemund

Der Kampf um Für und Wider hat sich gestern zugespitzt. Denn im Vorfeld hatte Edeka gedroht, aus dem Projekt zur Sanierung des DVB-Hochhauses ("Albert-Tower") auszusteigen, wenn der Globus-Markt komme. Gestern gaben es Vertreter von Globus der CDU-Fraktion schriftlich: Wenn Edeka aussteige, saniere Globus das DVB-Hochhaus, wenn denn der Globus-Markt gebaut werde.

"Globus steht Gewehr bei Fuß, wenn Edeka aussteigt", sagte der baupolitische Sprecher der CDU, Hans-Joachim Brauns, gestern zu Pressevertretern. Die Sanierung des alten DVB-Hochhauses habe absolute Priorität, so Brauns. Man wolle Edeka nicht verprellen, fügte Fraktionschef Georg Böhme-Korn hinzu. Aber die Edeka-Chefs hätten klar gemacht, dass sie die Wirtschaftlichkeit ihres Engagements am Albertplatz überdenken müssten, wenn der Globus-Markt mit seinen 8800 Quadratmetern Verkaufsfläche komme. Edeka plant im Albert-Tower mit 5000 Quadratmetern. Die Stadt hält nur 2000 Quadratmeter für verträglich.

Ein Strauß von Argumenten spreche in der Abwägung für Globus, erklärte Brauns. Eine jahrzehntelange Brache werde einer neuen Nutzung zugeführt. Dem Masterplan Hafencity schade die Ansiedlung nicht. Als Zielgruppe sieht Brauns die Ein- und Auspendler, die sowieso über die Leipziger und Großenhainer Straße fahren. Deshalb sei der lokale Einzelhandel auch weniger betroffen, erläuterte Brauns. Es würden denkmalgeschützte Häuser bewahrt und die Bahnbögen in Richtung Bahnhof Neustadt geöffnet. Außerdem werde eine Kita gebaut. In der Summe bringe der Globus-Markt die Stadt nach vorn, auch wenn er gegen das Zentrenkonzept der Stadt verstoße.

Brauns sieht den Globus-Supermarkt eher als Konkurrenz für den Elbepark und die Discounter in der Umgebung. Für den kleinteiligen Einzelhandel sei nur geringer Schaden zu befürchten. Insgesamt sei die Globus-Debatte ein wenig aus den Fugen geraten, schließlich gehe es erst einmal um den Aufstellungsbeschluss. Damit fange eine echte fachliche Abwägung erst an. Der Stadtrat könne letztlich dann immer noch "Nein" zu dem Projekt sagen.

Grüne und SPD hingegen wehren sich wie die Ortsbeiräte in Pieschen und Neustadt weiter vehement gegen das "überdimensionierte Vorhaben". Die Linke fordert eine Vertagung und eine Gesamtanalyse der drei Projekte Globus, Edeka und Postgelände an der Königsbrücker Straße.

Gestern meldete sich das Entwicklungsforum Dresden zu Wort. Schon jetzt verfüge Dresden über erheblich mehr Verkaufsfläche je Einwohner als Stuttgart oder München. Das Globus-Projekt schade der Stadtentwicklung. Damit werde endgültig die einmalige Chance für ein neues Verkehrsmuseum vertan, betonte Christian Helms.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.11.2011

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