Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / -2 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Gute Noten für Dresdner Bürgerbüros

Gute Noten für Dresdner Bürgerbüros

Vor anderthalb Jahren begann die Umgestaltung der städtischen Bürgerservices. Gestern nun zog Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) ein positives Zwischenfazit.

Voriger Artikel
SPD und Grüne halten geplanten Zuschnitt der Landtagswahlkreise in Dresden für "politisch motiviert"
Nächster Artikel
Dresdens Bauausschuss entschied zum Neumarkt: Stadt Rom wird verschoben

Neudresdner Marcus Winkler ließ sich gestern im Zentralen Bürgerbüro Dresden-Altstadt von Sachbearbeiterin Janine Winkler beraten. Die Mitarbeiter der städtischen Bürgerbüros haben im Schnitt 500 Bürgerkontakte pro Monat.

Quelle: Martin Förster

Die große Mehrheit der Dresdner sei zufrieden mit der Arbeit der Bürgerbüros. Vor allem am Beginn des Umstrukturierungsprozesses hagelte es scharfe Kritik wegen der Schließung des Bürgerbüros in Gorbitz.

Von christoph stephan

m

Was sind die wichtigsten Ergebnisse der Befragung?

In puncto Freundlichkeit und Beratungsqualität erhielten die Mitarbeiter der Bürgerbüros von 90 Prozent der Dresdner gute und sehr gute Noten. Auch das Leistungsangebot wurde laut Sittel überwiegend gut bewertet. "Ganz besonders sind hier die Mitarbeiter der Bürgerbüros Neustadt, Klotzsche und Schönfeld-Weißig hervorzuheben", betont Sittel. Insge- samt bat die Stadt 6000 Dresdner, den entsprechenden Fragebogen nach dem Besuch eines Ortsamtes auszu- füllen.

m

Welche Kritikpunkte gibt es?

"Die Bürger vermissten in den Räumlichkeiten der Bürgerbüros hauptsächlich ein gewisses Maß an Diskretion", sagt Regina Ebeling, Abteilungsleiterin Bürgerservice bei der Stadt. "In Klotzsche und Pieschen haben wir sofort reagiert, Tische anders gestellt und Sichtschutz angebracht. Leuben und Cotta sollen im nächsten Jahr folgen."

m

Welche Verbesserungen brachte die Umstrukturierung der Bürgerbüros?

Bis auf das Bürgerbüro in Schönfeld-Weißig wurden sie zunächst alle in Form eines Bürgeramtes zusammengeführt, was eine effizientere Arbeitsweise möglich macht. Außerdem hat die Stadt laut Sittel die Sprechzeiten optimiert. Die ehemalige "Zentrale Pass- und Meldestelle" in der Theaterstraße firmiert seit dem 1. Juli 2011 als "Zentrales Bürgerbüro Altstadt" mit erweiterten Dienstleistungen. Hier werden zum Beispiel auch Verpflichtungserklärungen zur Einladung ausländischer Gäste entgegen genommen.

m

Was kann der Dresdner in einem Bürgerbüro erledigen?

Regina Ebeling zählte gestern nur einzelne Beispiele auf. So wurden im vergangenen Jahr 59 000 Personalausweise, 19 500 Reisepässe und 5300 Kinderreisepässe in Dresden ausgestellt. "Jeder unserer Mitarbeiter hat im Schnitt 500 Bürgerkontakte pro Monat", sagt sie.

m

Sind angesichts dieses Pensums Wartezeiten also unvermeidlich?

Eigentlich nicht, sie sind eher von den Dresdnern selbst hausgemacht. So kommen besonders viele Bürger dienstags und donnerstags, obwohl die Bürgerbüros mittlerweile auch an den anderen Wochentagen - in der Altstadt sogar am Sonnabend - geöffnet haben. Alte Gewohnheiten lassen sich offenbar nicht sofort abschütteln. Auffällig ist auch, dass ein Viertel aller Dresdner im Zentralen Bürgerbüro an der Theaterstraße vorspricht. "Dadurch sind hier natürlich Wartezeiten von bis zu zwei Stunden möglich. Wir hätten einfach den Wunsch, dass mehr Bürger ein Bürgerbüro in der Nähe ihrer Wohnung aufsuchen", betont Ebeling.

m

Gibt es einen Geheimtipp, um ganz schnell dranzukommen?

Ja. Laut Regina Ebeling gibt es in sämtlichen Bürgerbüros zwischen 8 Uhr und 9.30 Uhr kaum Wartezeiten. Ähnlich sieht es im Zentralen Bürgerbüro Altstadt zwischen 19 und 20 Uhr aus.

m

Was sind die Herausforderungen der Zukunft für die Bürgerbüros?

Momentan werden unter anderem neue Aufrufanlagen installiert, über die zusätzlich Informationen über die Dienstleistungen der Bürgerbüros ausgestrahlt werden können. Solch ein Gerät kostet zwischen 4000 und 5000 Euro. Perspektivisch wird sich die Stadt Sittel zufolge aber vor allem damit beschäftigen, wie die Dresdner so viele Behördengänge wie möglich vom heimischen PC aus erledigen können. Dies macht der elektronische Personalausweis möglich, dessen Beantragung übrigens wegen der vielen Einverständniserklärungen im Schnitt 18 Minuten dauert. Für die alten Personalausweise brauchten die Mitar-beiter der Bürgerbüros nur sieben Minuten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.09.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.