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Großes Heim für Flüchtlingskinder ist vom Tisch

Großes Heim für Flüchtlingskinder ist vom Tisch

rale Heim für minderjährige Flüchtlinge ist vom Tisch. "Von den ursprünglichen Überlegungen, eine große Einrichtung zu nutzen, muss nunmehr Abstand genommen werden", erklärte Stadtsprecher Kai Schulz.

Spätestens ab 1. rale Heim für minderjährige Flüchtlinge ist vom Tisch. "Von den ursprünglichen Überlegungen, eine große Einrichtung zu nutzen, muss nunmehr Abstand genommen werden", erklärte Stadtsprecher Kai Schulz gestern auf Anfrage der DNN.

Spätestens ab 1. November wird mit einer großen Zahl von Kindern und Jugendlichen gerechnet, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, aber nicht von Erwachsenen begleitet werden. Bislang waren für deren Betreuung die Städte zuständig, in denen die Jugendlichen als erstes registriert worden sind. Künftig erfolgt die Verteilung gleichmäßig über die gesamte Republik nach dem für Asylbewerber üblichen Schlüssel. Dresden rechnet mittlerweile damit, dass damit im kommenden Jahr mindestens 400 Personen in der Landeshauptstadt untergebracht werden müssen. Bislang werden in Dresden etwa 40 Kinder und Jugendliche betreut, die meist zwischen 15 und 16 Jahre alt sind. Bis zum 18. Lebensjahr können sie in Deutschland bleiben, danach müssen sie einen Asylantrag stellen.

Der frühere Sozialbürgermeister Martin Seidel wollte für die Unterbringung ein Objekt mit bis zu 180 Plätzen anmieten. Mit dem Besitzer liefen bereits intensive Vertragsverhandlungen. Jugendhilfe-Experten meldeten jedoch Bedenken an. Die geplante Einrichtung sei aus fachlicher Sicht viel zu groß. Ungeachtet dessen liefen die Vorbereitungen weiter.

Nun kam das Stopp-Zeichen aus dem Ressort der sächsischen Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). "Die Gesamtkapazität einer Einrichtung soll 60 Plätze nicht übersteigen", schreibt Sozial-Staatssekretärin Andrea Fischer in einem Erlass. Damit erhöhte das Ministerium zwar die alte Obergrenze, ein Quartier mit der dreifachen Kapazität ist damit jedoch ausgeschlossen. Größere Einrichtungen stehen damit grundsätzlich nicht mehr zur Debatte, die Stadt konzentriert sich nunmehr auf die dezentrale Unterbringung, wie es von den Fachleuten favorisiert wird.

Das Ministerium lockerte mit dem Erlass auch weitere Regelungen. Demnach sind in genehmigten Einrichtungen befristete Überbelegungen von 10 bis 20 Prozent zulässig, ohne dass die Betreiber damit die Betriebserlaubnis gefährden. Das erleichtert es Freien Trägern, zusätzliche Plätze anzubieten. Die Stadt prüft derzeit Quartiere auf ihre Eignung, die insgesamt für etwa 425 Kinder und Jugendliche Platz bieten würden. Im Ausländerbeirat sind die Bemühungen bereits auf positive Resonanz gestoßen. Da die Zahlen weiter steigen dürften, geht auch die Suche weiter.

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