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Globus-Projekt fällt im Ortsbeirat glatt durch - Neustädter stimmen erneut gegen Einzelhandel am Leipziger Bahnhof

Globus-Projekt fällt im Ortsbeirat glatt durch - Neustädter stimmen erneut gegen Einzelhandel am Leipziger Bahnhof

Der Ortsbeirat Dresden-Neustadt hat gestern Abend die neueste Vorlage des Bebauungsplanes zur Errichtung eines Globus-Marktes auf dem ehemaligen Gelände des Leipziger Bahnhofs an der Leipziger Straße fast einstimmig abgelehnt.

Bis auf Benita Horst von der FDP, die für die Vorlage stimmte, und Christian Hille von den Freien Bürgern, der sich enthielt, votierten alle zehn übrigen Ortsbeiräte gegen das Vorhaben. Erst im September hatte das Gremium gemeinsam mit dem Ortsbeirat Pieschen für einen vorläufigen Planungsstopp gestimmt. Dies wurde im Oktober im Stadtrat von einer Mehrheit aus CDU, FDP und Freien Bürgern abgelehnt (DNN berichteten).

Gerade in den Nachbarvierteln Neustadt und Pieschen ist Globus höchst umstritten. Neben dem steigenden Verkehrsaufkommen, das Gutachter für eine Markteröffnung voraussagen, wird kritisiert, dass der Großmarkt den übrigen Einzelhandel übermäßig belaste.

Mit der neuen Vorlage des Bebauungsplanes greift Globus jetzt tief in die eigenen Taschen. Zusätzliche zehn Millionen sollen auf die Investitionssumme von rund 50 Millionen Euro draufgeschlagen werden, um Infrastruktur in der direkten Umgebung zu modernisieren. So will Globus die Sanierung der Eisenbahnstraße bezahlen, die Haltestelle Hansastraße ausbauen und eine weitere an der Leipziger Straße schaffen. Darüber hinaus sollen nun auch die Eisenbahnbögen an der Hansastraße saniert und Einzelhändlern zur Miete angeboten werden.

Obwohl Globus die Spendierhosen anzieht, waren die Neustädter Ortsbeiräte nicht zu überzeugen. "Globus tritt nicht als Gönner auf, sondern finanziert Maßnahmen, die aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens sowieso notwendig werden", sagte Grünen-Ortsbeirat Valentin Lippmann. Ortsbeirätin Johanna Thoelke (SPD) zeigte sich verwundert darüber, dass die Stadtverwaltung die Planung weiterhin unterstützt - trotz der Prognosen, dass der Einzelhandel in der Neustadt wie auch die Verkehrswege, durch das Projekt stark belastet werden. "Wenn ich für mein Viertel eine verantwortliche Entscheidung treffen will, kann ich dem nicht zustimmen", sagte Thoelke. Für die Vorlage stimmte Benita Horst von der FDP. "Ich sehe keine andere Möglichkeit, die denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände zu erhalten", begründete sie ihre Zustimmung.

Die Entscheidung des Ortsbeirates gilt nur als Empfehlung. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau stimmt am 15. Januar kommenden Jahres über die Offenlegung der Planung ab und könnte damit den regulären Bauleitplan einleiten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.12.2013

Heuer, Hauke

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