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Gestaltungsbeirat für Dresden: Experten von außen sollen Bauten prüfen

Gestaltungsbeirat für Dresden: Experten von außen sollen Bauten prüfen

Die rot-grün-rote Mehrheit will heute im Stadtrat einen Gestaltungsbeirat für strittige Bauprojekte auf den Weg bringen. Das Ziel ist eine „hohe architektonische und städtebauliche Qualität bei stadtbildprägenden und städtebaulich bedeutsamen Bauvorhaben“.

Linke, SPD und Grüne wollen damit ein Gremium schaffen, das die politischen Institutionen und die Verwaltung in Fragen der Architektur, der Stadtplanung und des Stadtbildes beratend unterstützt. „In anderen Städten gibt es damit bereits gute Erfahrungen“, erklärte SPD-Stadtrat Hendrik Stalmann-Fischer. Für ein umstrittenes Vorhaben in der Friedrichstadt dürfte er jedoch zu spät kommen.

Das Gremium soll fünf bis sieben Mitglieder haben, für eins soll das Vorschlagsrecht bei der Gesellschaft Historischer Neumarkt liegen, für die anderen bei Architekten- beziehungsweise Ingenieurverbänden. Für die Berufung sollen Oberbürgermeister und Stadtrat zuständig sein. Nach dem Willen der Stadtratsmehrheit darf die Mehrheit der Experten aus Architektur-, Städte- und Landschaftsbau ihren Wohn- und Arbeitssitz nicht in Dresden haben und während der zweijährigen Beiratszeit keine Aufträge in der Stadt bearbeiten. Die Initiatoren hätten keine Sorge, dass sich die Dresdner darüber empören könnten, wenn ihnen Auswärtige sagen sollen, wie in der Stadt zu bauen ist, hieß es. Die Entscheidungen treffe letztlich die Verwaltung.

Auf deren Eingreifen hoffen die Mitglieder der Bürgerinitiative Friedrichstadt, die sich vehement gegen ein geplantes Einkaufszentrum an der Kreuzung Friedrichstraße / Weißeritzstraße wehren. An der jetzt als „Grüne Ecke“ bezeichneten Stelle gebe es dann nichts Grünes mehr, erklärte Mitinitiatorin Ursula Wicklein, die gestern mit weiteren Vertretern der Initiative fast 1600 Protestunterschriften bei den Grünen im Stadtrat übergab. Etwa 1000 Unterzeichner seien Bewohner der Friedrichstadt. Das Projekt mit 3000 Quadratmeter Verkaufsfläche sei viel zu groß für den Stadtteil, ihm würden fast alle Bäume der jetzigen Grünfläche zum Opfer fallen. „Wir wünschen uns eine Entwicklung mit Augenmaß“, heißt es bei der Bürgerinitiative. Die Unterschriften gehen jetzt an den Petitionsausschuss.

Welchen Einfluss sie haben, ist völlig offen. Einen Aufstellungsbeschluss für das Projekt gibt es schon, kommende Woche ist es Thema im Bauausschuss. „Petitionen können auch hemmend wirken“, sagte Tilo Wirtz (Linke).

Ingolf Pleil

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