Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Gerüchte um Regierungssprecher von Ministerpräsident Tillich

Gerüchte um Regierungssprecher von Ministerpräsident Tillich

(DNN). Er ist nur das Sprachrohr seines Herrn, für die Außendarstellung aber ist er von immenser Bedeutung: Johann-Adolf Cohausz, seit November 2009 Regierungssprecher im Range eines Staatssekretärs, muss Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) verkaufen.

Voriger Artikel
Streit um Elbe-Ausbau in Dresden - Ministerium weist Darstellung zurück
Nächster Artikel
Grüne fordern Aufklärung wegen 100.000-Euro-Zahlung für den Dresdner Kulturpalast

Johann-Adolf Cohausz

Dresden

(DNN). Er ist nur das Sprachrohr seines Herrn, für die Außendarstellung aber ist er von immenser Bedeutung: Johann-Adolf Cohausz, seit November 2009 Regierungssprecher im Range eines Staatssekretärs, muss Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) verkaufen. Dabei allerdings agierte er in den vergangenen Monaten nicht immer glücklich. Unvergessen ist noch seine Medienschulung auf Steuerzahlerkosten, die wegen der Höhe - 4500 Euro pro Tag - für bundesweite Negativschlagzeilen sorgte.

Doch auch intern ist sein Image durchwachsen. Immer wieder tendiert Cohausz dazu, sich um Kopf und Kragen zu reden - im vergangenen Herbst zum Beispiel, beim Thema Staatsferne des MDR. Da musste der Tillich-Sprecher verkünden, dass er das, was er kurz zuvor gesagt hatte, doch bitte schön nicht gesagt habe. Und überhaupt wirkt Cohausz eher wie ein Diplomat denn wie ein Medienprofi. Schließlich arbeitete er viele Jahre im Ausland und dürfte dort kaum etwas zu tun gehabt haben mit dem Verkaufen ostdeutscher Politik.

Da ist es kein Wunder, dass jetzt Gerüchte rund um seine Person die Runde machen. Tenor: Cohausz könnte in Kürze in Ruhestand gehen und nicht - wie stets kolportiert - Tillich bis zum Ende der Legislatur begleiten. Das eifrige Spekulieren auf den Gängen der Staatskanzlei hat einen handfesten Grund. Cohausz wird am 22. April 65, und das, so heißt es, wäre doch ein "günstiger Termin für einen Abschied in Würden".

Dabei ist Cohausz nicht der erste Sprecher, der Sorgen bereitet. Auch im Vorfeld hatten Sachsens Ministerpräsidenten kein besonders glückliches Händchen bei der Auswahl. Galt Michael Sagurna, der Regierungssprecher von Kurt Biedenkopf (CDU), noch als ausgesprochener Profi, so hielten sich spätere Generationen nicht allzu lange im Amt. Thomas Raabe zum Beispiel brachte es unter Biedenkopf-Nachfolger Georg Milbradt (CDU) gerade mal auf rund ein Dreivierteljahr. Vollends glücklos agierte anschließend Katrin Träger, und auch Peter Zimmermann, der nächste im Bunde, war umstritten und verließ die Staatskanzlei Ende 2009 Richtung Erfurt schließlich im Zwist.

Das prägt die aktuelle Gerüchteküche in Dresden. Und so würzen nicht wenige Insider die Gerüchteküche mit einem netten Hinweis: Längst gebe es jemanden in der Staatskanzlei, der das Amt bestens beherrscht. Gemeint ist Monika Zimmermann, in Regierungskreisen kurz Mozi genannt. Die arbeitet als Abteilungsleiterin und versteht einiges vom Geschäft. Schließlich war Zimmermann bereits Regierungssprecherin in Sachsen-Anhalt, leistete unter Ex-Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) eine weithin anerkannt gute Arbeit. Und davor war sie vier Jahre lang Chefredakteurin der Mitteldeutschen Zeitung in Halle.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.02.2012

Jürgen Kochinke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.