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Gedenkmarsch „Täterspuren" zum 13. Februar findet nicht wie geplant statt

Gedenkmarsch „Täterspuren" zum 13. Februar findet nicht wie geplant statt

Am Sonntagvormittag haben in Dresden die Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Zerstörung der Stadt vor 66 Jahren begonnen. Nicht wie geplant stattfinden konnte der durch mehrere Gerichte untersagte Gedenkmarsch „Täterspuren".

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Quelle: Stephan Lohse

Trotz des Verbotes hatten sich rund 500 Menschen um 11 Uhr am Comeniusplatz eingefunden. Da sich der Demonstrationszug nicht formieren durfte, wurde eine spontane Kundgebung im Großen Garten abgehalten. Hier wurden Proteststatements verlesen und das Anliegen des untersagten Protestmarsches dargelegt.

Unter den Teilnehmern waren auch die Politker André Hahn (Linke) und Johannes Lichdi (Grüne). „Das Publikum ist bunt gemischt", berichtete ein Augenzeuge. „Das so genannte Krawall-Publikum ist deutlich in der Unterzahl. Es sind auch viele ältere Menschen gekommen." Als willkürlich wurde die Auswahl der Polizei bezeichnet, wer in den Großen Garten gelassen wurde und wer draußen bleiben musste.

Nach der Spontankundgebung löste sich die Menge auf. Zufällig fanden sich allerdings rund 50 Menschen am ersten Ort des Rundgangs wieder ein, gingen dann in verschiedene Richtungen davon, um an der zweiten Station wieder zusammenzufinden. Das klappte bis zum Hygienemuseum ausgezeichnet. Nur an der letzte Station - dem Hauptbahnhof - durfte die Gruppe nicht mehr zusammenfinden.

Der Aufzug unter dem Motto „Täterspuren" sollte durch weite Teile der Dresdner Altstadt zu Gebäuden führen, die für die Schrecken der NS-Herrschaft stehen, darunter das Polizeipräsidium - die frühere Gestapo-Zentrale - und zur Villa des einstigen sächsischen Gauleiters Martin Mutschmann.

Für den Mittag haben die Stadt, Kirchen, die Jüdische Gemeinde und mehrere Initiativen zu einer Menschenkette aufgerufen. Erwartet werden mehr als 10.000 Menschen, die die Innenstadt symbolisch schützen und umschließen sollen. In diesem Jahr sind auch zwei Elbbrücken in die Menschenkette einbezogen, an der sich auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) beteiligen will.

ast

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