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Für den Kulturpalast: Dresden will dem Kreuzchor sein Erspartes abnehmen

Für den Kulturpalast: Dresden will dem Kreuzchor sein Erspartes abnehmen

Dresden. Die Landeshauptstadt Dresden will dem Kreuzchor die Ersparnisse streichen, um den Kulturpalast umbauen zu können.

Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) kündigte am Donnerstag an, dass die 2009 mit Millionen aus dem Woba-Verkauf gegründeten Kreuzchorstiftung und Sozialstiftung ihr Stiftungsvermögen in eine Gesellschaft für den Umbau einbringen sollen.

Wir fragen: Sollen Stiftungsgelder des Kreuzchores für die Sanierung des Kulturpalastes verwendet werden?

Mit dem Vermögen der Stiftungen von rund 27,2 Millionen Euro will die Stadt den Wegfall der fest eingeplanten 35 Millionen Euro Fördermittel ausgleichen. Das Geld werde verbaut, das Vermögen bleibe den Stiftungen als stille Teilhaber an der Kulturpalast-Gesellschaft aber erhalten, erklärte Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU).

Zukunftsmusik: So soll der "Kulti" einmal aussehen:

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Zur Spielzeiteröffnung der Philharmonie im Herbst 2015 soll der neue Kulturpalast wiedereröffnet werden.

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Die Stadt werde den Stiftungen weiter Zinsen auf ihr Vermögen zahlen, so dass der Stiftungszweck erfüllt werden könne. Allerdings würden die Stiftungserträge direkt in den städtischen Haushalt ausgeschüttet und dort die Eigenmittel ersetzen, die bisher für Kreuzchor und Soziales eingeplant waren. Dieses Geld werde als Betriebskostenzuschuss an den Kulturpalast fließen. Der Stadtrat soll auf seiner Sitzung am 4. April über das Finanzierungskonzept entscheiden. Orosz erhofft sich eine breite Zustimmung. „Wer bessere Vorschläge hat, soll sie gerne unterbreiten."

Kreuzkantor Roderich Kreile, der gleichzeitig Vorsitzender der Kreuzchorstiftung ist, zeigte sich gegenüber DNN bestürzt über die Pläne. „Mit dem unerwarteten Vorgehen der Stadtverwaltung ist die dringende Sanierung des Alumnats in weite Ferne gerückt." Laut Kreile habe die Stiftung das Grundstück in Striesen kaufen wollen, um das Kreuzchor-Internat mit einem Anbau erweitern zu können.

Er habe sich über Jahre für den Umbau des Kulturpalastes eingesetzt, erklärte der Kreuzkantor. „Umso mehr ist es beschämend, dass nun eine Kulturinstitution zugunsten einer anderen benachteiligt wird. Die nun heraufbeschworene Situation wird zulasten unserer Chorsänger ausgetragen." Besonders tragisch: Die Kreuzchorstiftung hat nach DNN-Informationen die jährlichen Zinserträge seit 2009 nicht ausgegeben, sondern für das Bauvorhaben angespart. Von diesem soliden Vorgehen könnte nun die Stadt profitieren.

tbh

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