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Freiflächen vor dem Dresdner Kulturpalast bleiben trist

Freiflächen vor dem Dresdner Kulturpalast bleiben trist

Die Stadt will die Freiflächen vor dem Kulturpalast bis zur Eröffnung des umgebauten Hauses im Frühjahr 2017 für exakt drei Millionen Euro sanieren und umgestalten.

Das geht aus einer aktuellen Vorlage von Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) hervor, die jetzt den Stadträten vorliegt. Laut der Vorplanung für die Flächen soll sich aber wenig ändern: Es dominieren Beton und Fahrradabstellplätze. Die Sanierung der Flächen soll Anfang 2016 beginnen und Anfang 2017 abgeschlossen werden.

Das Gestaltungskonzept sieht vor, dass der Kulturpalast wie bisher von großen Natursteinplatten gerahmt wird. Dabei soll die vormalige Gestaltung des Vorplatzes mit den drei Fahnenmasten und den quadratischen Springbrunnen aufgegriffen werden, um "die Korrespondenz zwischen Gebäude und Vorplatz zu sichern", wie es in der Vorlage heißt. Während der westliche Teil von den hohen Fahnenmasten geprägt werden soll, bleiben auch die Wasserbecken und Sitzbänke im östlichen Teil erhalten. Dort sollen außerdem Fahrradabstellplätze entstehen, die insbesondere von den Nutzern der Städtischen Bibliotheken genutzt werden dürften. Insgesamt sind 192 Stellplätze an 96 Fahrradbügeln am und um den Kulturpalast geplant.

Auf dem Vorplatz sollen wie früher Taxis vorfahren können, gelegentlich würden auf dem Platz auch Veranstaltungen stattfinden. Immerhin wollen die Planer eine hohe gestalterische Qualität erreichen, da sich der Kulturpalast in direkter Nachbarschaft zum Neumarkt befindet.

Bis Anfang 2015 soll die Genehmigungsplanung vorliegen, die Ausschreibung und Vergabe der Bauaufträge ist für Anfang 2016 geplant. Für die Finanzierung der Freiflächen stehen keine Fördermittel zur Verfügung. 2010 war eine Vorlage zum Kulturpalast-Vorplatz von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) zurückgestellt worden, weil der Umbau des Gebäudes noch unklar war. Die 2010 eingeplanten Fördermittel und städtischen Gelder wurden daraufhin für den Schulbau verwendet. Marx schlägt deshalb vor, die drei Millionen Euro mit den Einnahmen aus Grundstücksverkäufen am Neumarkt zu finanzieren.

CDU-Stadtrat Sebastian Kieslich zeigte sich enttäuscht von den Planungen. "Im Großen und Ganzen soll alles so bleiben, wie es war. Das ist wohl die billigste Lösung, aber damit vergibt sich die Stadt viel." Es sollte endlich mehr Wert auf die Aufenthaltsqualität von öffentlichen Plätzen gelegt werden. "Wir sollten nicht nur alles zupflastern und mit Fahrradständern umzäunen. Warum sind zum Beispiel keine Freiflächen für das nun geplante Café des Kulturpalastes vorgesehen?", fragt Kieslich. Er könne sich auch gut eine Leinwand vorstellen, auf der Veranstaltungen übertragen werden oder mit der für Konzerte geworben wird. Bei der Gestaltung des Vorplatzes für ein Kulturhaus sollte die Kunstkommission der Stadt mit einbezogen werden, fordert Kieslich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.04.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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