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Folge der Zwingerfestspiele: Tourismusspitze kämpft auf Sonderversammlung der Branche ums Überleben

Folge der Zwingerfestspiele: Tourismusspitze kämpft auf Sonderversammlung der Branche ums Überleben

„Informationen zur aktuellen Situation von Verband und DTG" sowie eine „Vorstellung der Handlungsoptionen" versprechen am Donnerstag im Ramada-Hotel Jeffrey Pötzsch, Chef des Tourismusverbandes Dresden (TVD), und Ralph Sander, Boss der Dresden Tourismus GmbH (DTG) den TVD-Mitgliedern auf einer außerordentlichen Versammlung.

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Ralph Sander, Geschäftsführer der Dresden Event GmbH, mit dem Intendanten der Dresdner Zwingerfestspiele, Dieter Wedel (r). Die Zwingerfestspiele sind einer der Hauptgründe für die Misere des Tourismusverbandes.

Quelle: dpa

Was aber nicht in der Einladung steht: Wie genau ist die DTG vor der Insolvenz zu retten? Geld der Mitglieder und/oder eines Investors? Es wird nicht erwähnt, worüber konkret abgestimmt werden soll. Laut DNN-Informationen ein klarer Verstoß gegen Paragraph 32 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Damit ist die heutige Versammlung zur DTG-Rettung nicht beschlussfähig.

Es passt zur Geschichte von einem TVD-Vorstand, der auszog, Zwingerfestspiele zu veranstalten, die in einem finanziellen Desaster endeten. Was tun? Das Versagen sofort zugeben und mit der Veranstalterfirma DEG Insolvenz anmelden? Oder das Einnahmeproblem mittels Darlehen und allerlei Geldverschiebe-Tricks zwischen DTG und DEG über Jahre hinweg zu strecken und zu vertuschen und auf künftige Erfolge zu bauen, um die Darlehen dann bedienen zu können? Das hätte klappen können, wenn Dresdens Stadträte nicht Lunte gerochen hätten. Schließlich ging es auch um öffentliches Geld - 900.000 Euro jährlich. Die Räte witterten Missbrauch öffentlicher Gelder zugunsten einer privaten Veranstaltung und kündigten den Vertrag.

Nie zuvor besuchten so viele Touristen Dresden wie 2011. Eigentlich eine glänzende Voraussetzung für den Tourismusbereich, um glänzende Geschäfte zu machen. Das Geschäfte machen klappte 2010 ja auch unter einem Lars Knüpfer wunderbar. Nur eben 2011 nicht. Wegen der Zwingerfestspiele und - vieles deutet darauf hin - wegen des neuen DTG-Chefs Sander, dem der TVD-Vorstand um Pötzsch und VVO-Chef Burkhard Ehlen sowie die Beraterin Angelika Perret eine unmögliche Aufgabe zugemutet hatten. DTG und TVD-Vorstand stehen nun durch Missmanagement und fehlende Glaubwürdigkeit der Führung vor einem Scherbenhaufen. Das Beispiel Werft Laubegast zeigt, wie es trotz Insolvenz gut weitergehen kann.

Ralf Redemund

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