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Fall Dresdner Eishalle: Bürgermeister Lehmann kündigt Hilfe für den Verein an

Fall Dresdner Eishalle: Bürgermeister Lehmann kündigt Hilfe für den Verein an

Dresden. Dresdens Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) hat im Überlebenskampf der Dresdner Eislöwen Hilfe der Stadt Dresden angekündigt.

„Wir haben bis dato immer geholfen“, sagte Lehmann gegenüber DNN-Online. Und die Stadt werde auch weiterhin helfen. Er gehe davon aus, dass es eine einvernehmliche Lösung geben wird. Die Stadt bekenne sich klar zu dem Ziel, die zweite Eishockeyliga in Dresden erhalten zu wollen.

Erster Schritt sei ein Kontakt zur Ligagesellschaft gewesen, so Lehmann. Sportstättenchef Sven Mania habe in einem Telefonat mit der Ligagesellschaft ESBG bereits einige Bedenken ausräumen können. Ein Schreiben, das noch am Dienstag herausgehen werde, soll bei der ESBG möglichst alle Unklarheiten beseitigen. So habe es dort Befürchtungen gegeben, die Eislöwen müssten die komplette Saison ohne die große Halle auskommen, berichtet Lehmann. Da die ESBG den Eislöwen eine Frist bis Mittwoch gesetzt hat, um ihr Hallenproblem zu lösen, geht es aktuell zunächst um eine Fristverlängerung, bei der Lehmann optimistisch ist.

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Die Fans der Dresdner Eislöwen machen seit dem 22. Juli mit einer Mahnwache auf die unverschuldeten Existenzprobleme des Clubs aufmerksam.

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„Der Willen ist allerseits vorhanden“, sagt der Sportbürgermeister, der sich auch vorstellen kann, sich gemeinsam mit Eislöwen und Liga an einen Tisch zu setzen, um eine Lösung zu finden. Dabei setzt die Stadt weiter auf die Trainingshalle als Ausweichspielstätte, bis die große Halle voraussichtlich im Oktober wieder einsatzbereit ist. Würden die Eislöwen beispielsweise zu Beginn hauptsächlich auswärts antreten, könne der Verein mit nur drei bis vier Spielen in der Mini-Halle auskommen. Dort ist aber die Eisfläche nach den Regularien zu klein, Lehmann hofft trotzdem auf ein OK. Eine mobile Eisfläche aufzustellen, sei dagegen „illusorisch“. In Sachen Genehmigungen und Kosten sei dies ein utopisches Vorhaben.

Während Lehmann bei der Hallenproblematik zuversichtlich ist, will er sich bei der Frage nach direkten Finanzhilfen für den Verein nicht festlegen. Hier sei die Form der Unterstützung Ermessenssache, da der jetzt eingetretene Fall im Mietvertrag für die Halle nicht geregelt ist. Wichtig sei erst einmal zu prüfen, wie hoch der finanzielle Schaden eigentlich ist. „Es gibt kein Faktum“, so Lehmann. Daher sollen die Eislöwen möglichst bald belastbare und nachprüfbare Zahlen vorlegen.

Stehe die Schadenshöhe fest, sei beispielsweise eine Bürgschaft oder ein Darlehen möglich. Letzteres müsse je nach Höhe entschieden werden. Während bei kleineren Summen der Fachbürgermeister selber entscheiden kann, muss bei großen Summen der Fachausschuss oder sogar der Stadtrat entscheiden. Die von der FDP ins Spiel gebrachten Dynamo-Gelder gebe es allerdings nicht mehr. Der entsprechende Etatposten sei längst umgewidmet, so Lehmann.

Für Mittwochnachmittag ist das nächste Gespräch zwischen Eislöwen-Geschäftsführer Martin Broda und Winfried Lehmann geplant. Könne Broda da schon die geforderten Zahlen vorlegen, sei eine schnelle Entscheidung möglich.

Stephan Lohse

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