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FDP-lastiges Weihnachten in Dresden

FDP-lastiges Weihnachten in Dresden

Die städtische Wirtschaftsförderung und weitere Ämter wollen den Veranstaltungsunternehmen der FDP-Stadträte Holger Zastrow und Matteo Böhme die Konzession für einen weiteren Weihnachtsmarkt erteilen - nämlich für den auf der Hauptstraße.

Damit handelten sich die Behörden aber gestern Abend eine Abfuhr vom Verwaltungsausschuss ein: Gegen die Bedenken von Grünen, Linken und SPD kam dann doch keine Mehrheit zu Stande.

Man wolle niemanden Mauschelei unterstellen, aber angesichts der sehr niedrigen Konzessionsabgabe bleibe ein ungutes Gefühl, hieß es von der Opposition. Immerhin würden von der Vergabe gleich zwei FDP-Räte begünstigt. Letztlich kam es in der Abstimmung zu einem Unentschieden, das letzte Wort hat nun der Ausschuss für Wirtschaftsförderung.

Um den Weihnachtsmarkt auf der Hauptstraße - der bei weitem nicht so viele Besucher anlockt wie der Striezelmarkt - hatten sich insgesamt fünf Bietergemeinschaften beworben, darunter vier aus Dresden. Die Braunschweiger Firma LJ hatte sich gleich um alle Dresdner Weihnachtsmärkte bemüht und sich damit disqualifiziert, da die Märkte einzeln ausgeschrieben wurden. Ein weiterer Veranstalter reichte sein Gebot zu spät ein.

In der darauf folgenden Endrunde setzte sich nach Meinung der Ämter-Jury die Gemeinschaft aus "Zastrow + Zastrow GmbH" und "matteoevents" "mit sehr deutlichem Vorsprung" von den Konkurrenz ab, weil sie eine "inhaltliche Weiterentwicklung" des Weihnachtsmarktes in Aussicht stellten. Was genau den Liberalen da vorschwebte, wollte den Ausschussmitgliedern gestern jedoch nicht recht klar werden. Zudem entzündeten sich Diskussionen um die eher niedrige Konzessionsabgabe, die die Bieter an die Stadt zahlen wollten: 5000 Euro in diesem Jahr, 7500 Euro im nächsten und 10 000 Euro im Jahr 2014.

Andererseits bringt insbesondere Zastrow einschlägige Erfahrungen mit ein: Unter seiner Regie wurde der Striezelmarkt ab 2009 konzeptionell neu ausgerichtet. Trotz einiger Kritik stieß das Konstrukt nach einigen Nachbesserungen doch auf gute Resonanz bei vielen (wenn auch nicht allen) Besuchern und Händlern. hw

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.03.2012

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