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FDP-Stadträtin Lässig: Pressemitteilung zum Fall Verleger ist hahnebüchen und verfälscht

FDP-Stadträtin Lässig: Pressemitteilung zum Fall Verleger ist hahnebüchen und verfälscht

Auch nach dem Untersuchungsbericht der Stadt zu möglichen Verfehlungen im ehemaligen Veranstaltungsbüro der Stadt Dresden kehrt keine Ruhe ein. Während die Verwaltung am Montag mitgeteilt hatte, „dass es keine ausreichenden Anhaltspunkte für ein kriminelles Verhalten von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern des Veranstaltungsbüros gibt und somit auch keine Notwendigkeit besteht, die Staatsanwaltschaft einzuschalten", zweifeln vor allem die Stadträte Barbara Lässig (FDP) und Thomas Blümel (SPD) dies weiter an.

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Jörn-Torsten Verleger

Quelle: Sebastian Kahnert

„Die Pressemitteilung, die die Stadt Dresden am Montag zum Fall Jörn-Torsten Verleger herausgegeben hatte, ist hanebüchen und verfälscht." So äußerte sich Lässig jetzt auf Anfrage von DNN-Online. „In dem Bericht des Rechnungsprüfungsamtes werden Unregelmäßigkeiten bestätigt und demnach kann ich es nicht nachvollziehen, wieso Herr Verleger weiterhin geschützt wird. Wenn mal wieder ein Großereignis in Dresden ansteht, darf die Sache nicht wieder so aus dem Ruder laufen, sondern muss viel intensiver kontrolliert werden", so Lässig weiter.

Von Unstimmigkeiten und Unregelmäßigkeiten im Bericht des Rechnungsprüfungsamtes spricht auch Thomas Blümel, der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion. „Frau Lässig und ich haben unterschiedliche Antworten zu unsere Anfragen bekommen", so Blümel.

Das stärke nicht gerade das Vertrauen in eine korrekte Aufklärung des Falls. Ebenfalls aus dem Bericht habe er erfahren, dass es wohl weitere Unregelmäßigkeiten in der Vergabe der Ehrenkarten über den bereits bekannten Fall hinaus gegeben habe, so Blümel. Es gäbe keinerlei Aufzeichnungen darüber, wer wann eine Ehrenkarte bekommen habe.

Der Fall war ins Rollen gekommen, nachdem Veranstaltungsbüro-Chef Jörn-Torsten Verleger vor dem WM-Viertelfinale im Juli eine sogenannte Ehrenkarte verbotenerweise verkauft hatte. Diese hatte die Stadt vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zur kostenlosen Weitergabe erhalten, Verleger hatte jedoch von einem Fan 238 Euro kassiert. Der Vorfall war beobachtet und gemeldet worden. Verleger hatte den Sachverhalt nach Angaben der Stadt noch am gleichen Abend gebeichtet. Die Rückzahlung erfolgte allerdings erst, nachdem ein anwaltliches Schreiben des DFB bei der Stadt eingegangen war. Einige Stadträte hatten dabei die offizielle Darstellung des WM-Beauftragten angezweifelt.

Julia Vollmer / sl

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