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FDP-Politiker Mücke: Keine Windkraftanlagen im Großraum Dresden

FDP-Politiker Mücke: Keine Windkraftanlagen im Großraum Dresden

Wetterbeobachtung kontra Windenergie: "Aufgrund von Höhenbeschränkungen rund um Standorte von Wetterradarsystemen des Deutschen Wetterdienstes dürfen im Raum Dresden keine Windkraftanlagen gebaut werden", erklärte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke, gestern.

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In einem Radius von 15 Kilometer rund um das Wetterdienstradar in Dresden-Klotzsche sind Windkraftanlagen nach Ansicht des Bundesverkehrsministeriums praktisch ausgeschlossen. Anträge müssten abgelehnt werden, erklärt der parlamentarische Staatssekretär Jan Mücke. Grafik: Eylert

Quelle: Eylert

Auf dem Flughafen in Dresden-Klotzsche steht die einzige Anlage dieser Art in Sachsen. Sie dient der Beobachtung von Extremwetterlagen. Die Daten werden laut Mückes in Unwetterwarnungen umgesetzt. Weitere Anlagen dieser Art hat der Wetterdienst in Ummendorf in Sachsen-Anhalt und in Neuhaus in Thüringen sowie in Neuheilenbach (Rheinland-Pfalz) und Boostedt (Schleswig-Holstein). Wie es in einem Schreiben des für den Deutschen Wetterdienst (DWD) zuständigen Bundesverkehrsministeriums an die sächsischen Minister für Inneres, Markus Ulbig (CDU), und Wirtschaft, Sven Morlok (FDP), heißt, führe "(d)er Betrieb nahe gelegener Windenergieanlagen - zu Messstörungen der Wetterradarsysteme, wenn diese in deren Erfassungsbereich hineinragen". Der DWD setzte bei der Bewertung des Einflusses von Windenergieanlagen auf seine Radarsysteme deshalb internationale Richtlinien der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) um. In diesen Richtlinien werde gefordert, dass der nähere Umkreis von fünf Kilometern gänzlich frei von Windenergieanlagen zu halten sei. In einem Radius zwischen fünf und 15 Kilometern gebe es für Windenergieanlagen Höhenbeschränkungen. Diese schließen Windkraftanlagen hier praktisch aus. Das Dresdner Wetterdienstradar steht auf einer Höhe von 262 Metern über dem Meeresspiegel. Windräder dürften dann bei fünf Kilometern Abstand 263 Meter über dem Meeresspiegel nicht überragen, bis zum Abstand von 15 Kilometern wächst dieser Wert auf 279 Meter. Windkraftanlagen sind heutzutage deutlich über 100 Meter hoch. Sie könnten damit nur errichtet werden, wenn sie irgendwo in einer Senke stehen. Sachsen müsse die Regelungen bei der Aufstellung des Landesentwicklungsplans, mit dem sich der Landtag gerade befasst, berücksichtigen, erklärte Mücke.

Windräder an der A17, in der Dresdner Heide oder dem Schönfelder Hochland seien damit ausgeschlossen, erklärte Mücke. Auch ein Windpark in Rödern im Landkreis Meißen beispielsweise könnte vom Verbot betroffen sein. "Die Anlagen haben in einer Kulturlandschaft wie Dresden nichts zu suchen. Ich bin deshalb froh, dass ich dieses Verbot aussprechen konnte", erklärte Mücke auf Anfrage.

Wie die Leiterin der Geschäftsstelle des Regionalen Planungsverbandes Oberes Elbtal-Osterzgebirge, Heidemarie Russig, gestern auf DNN-Anfrage sagte, ändere das Wetterdienstradar nicht viel für die Region. Der Verband ist für die Ausweisung von Flächen zuständig, auf denen grundsätzlich Windenergieanlagen stehen könnten. Das Radarproblem sei dem Verband nicht neu. An der Ausschlusssituation gebe es "keine größeren Änderungen". Wohnbebauung, die Dresdner Heide, der Flugsicherungsbereich sowie der sichtexponierte Elbtal-Bereich würde Anlagen weitgehend ausschließen. Ingolf Pleil

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.03.2013

Ingolf Pleil

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