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Eva-Maria Stange: Ich muss nichts mehr werden - Gerüchte über OB-Kandidatur halten an

Eva-Maria Stange: Ich muss nichts mehr werden - Gerüchte über OB-Kandidatur halten an

Wenn es um Kabinettsspekulation geht, wird der Name Eva-Maria Stange in letzter Zeit oft genannt. Seit klar ist, dass es zu einer Neuauflage der CDU/SPD-Koalition kommt, gilt die Bildungsfachfrau der SPD als potenzielle Ministerin.

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Eva-Maria Stange (57, SPD) - auf dem Rückzug aus der Landespolitik?

Quelle: 800. Jubiläum

Schließlich hat die 57-Jährige von 2006 bis 2009 das Wissenschaftsressort geleitet. Für viele in ihrer Partei ist sie deswegen gesetzt.

Doch die Parteiführung um SPD-Chef Martin Dulig lässt sich nicht in die Karten gucken. Mit Blick auf die anstehenden Koalitionsgespräche solle niemand irgendetwas daraus abzulesen versuchen, wer für die Sozialdemokraten am Verhandlungstisch Platz nimmt, machte sie intern bereits deutlich. Auch Stange selbst hält sich zurück. Ein Minister-Posten müsse für sie nicht herausspringen: "Mir braucht man nichts mehr anzubieten", sagt sie. "Ich habe alle Höhen und Tiefen in diesem Geschäft hinter mir. Ministerin bin ich schon gewesen, da braucht man meinen Ehrgeiz nicht mehr zu befriedigen. Ich muss nichts mehr werden."

Die Gerüchteküche dürften diese Aussagen weiter anheizen. Zumal Stange deutlich macht: "Ich habe einen persönlichen Wunsch, den werde ich momentan aber noch nicht mitteilen." Seit ­Monaten hält sich das Gerücht, dass es Stange in die Kom­munalpolitik zieht. Im kommenden Jahr steht der Oberbürgermeister-Wahlkampf in Dresden an. Und Stange - so wird ge­tuschelt - könne sich für das Amt erwärmen. Öffentlich ausgeschlossen hat sie diesen Schritt nicht.

Die Konstellationen in der sächsischen Hauptstadt sind jedenfalls günstig. Im Stadtrat haben Linke, SPD, Grüne und Piraten eine Mehrheit. Ein gemeinsamer Oberbürgermeisterkandidat des linken Lagers scheint zum Greifen nah. Stange hätte so vielleicht Chancen gegen einen CDU-Kandidaten - vielleicht wird es gar Innenminister Markus Ulbig. Denn die Amtsinhaberin Helma Orosz (CDU) soll intern bereits eine erneute Kandidatur ausgeschlossen haben.

Auch Dulig könnte diesem Szenario wahrscheinlich etwas abgewinnen. Vermutlich werden die Sozialdemokraten nur zwei Ministerien besetzen können. Da Dulig selbst mit "Arbeit und Soziales" liebäugelt, bliebe nur noch ein weiterer Spitzenposten, um etwaige Wünsche zu befriedigen.

Der Ex-Gewerkschaftsfunktionärin Stange sollte der SPD-Vorsitzende aber in jedem Fall etwas anbieten. Beide waren in der Vergangenheit nicht immer ein Herz und eine Seele. Im vergangenen Herbst setzte Stange zum Beispiel ihren Vorsitzenden wenige Tage vor einem Parteitag mit einem Vorstoß zu Rot-Rot-Grün unter Druck. Auch wenn Irritationen der Vergangenheit mittlerweile ausgeräumt sind - um den innerparteilichen Frieden zu wahren, wäre es besser, Stange käme irgendwie zum Zuge, heißt es in der Partei.

Vielleicht wird es auch eine dritte Variante: Aktuell gibt es Planspiele in der CDU, die SPD könnte einen der drei Landtagsvizepräsidenten stellen. Stange, seit 2009 im Parlament, käme auch hier in Betracht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.10.2014

Kai Kollenberg

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