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Erste Gedenktafel: Start für Erinnerungsweg an den Wendeherbst 1989

Erste Gedenktafel: Start für Erinnerungsweg an den Wendeherbst 1989

"WIR sind das VOLK" steht in großen Lettern über einem Bild, das die prallvoll besetzte Katholische Hofkirche am Schlossplatz in Dresdens Altstadt zeigt, versehen mit einem Text zur Erinnerung an die Bürgerversammlungen zur Wendezeit im Schutzraum der Kirche.

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Bürgermeister Lehmann (56, links), Künstler Wolff-Ulrich Weder (71) und Dompfarrer Klemens Ullmann (73) enthüllten am Schlossplatz die Gedenktafel.

Quelle: D. Flechtner

Die Gedenktafel selbst ist 60 mal 80 Zentimeter groß, besteht aus zwei Millimeter Edelstahlblech mit gelasertem Bildmotiv und Montageplatte aus Alu, sie ist vandalismussicher an die Wand des Südostportals der Kathedrale gedübelt. Dresdens Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) weihte jetzt diese erste Gedenktafel des "Dresdner Revolutionswegs 1989" ein.

Seit Mittwoch erinnert diese Tafel am Schlossplatz an die Ereignisse der friedlichen Revolution von 1989. Bis Ende des Jahres sollen weitere sechs Tafeln an anderen Orten der Stadt angebracht werden - der Grundstock des Revolutionsweges, der einmal 17 Orte verbinden soll, die eng mit den Geschehnissen des Wendeherbstes zusammenhängen. Bis 2014, wenn die Wende-Ereignisse 25 Jahre her sind, will die Kulturverwaltung alle Stationen eingerichtet haben.

Von der Katholischen Hofkirche und vielen anderen Orten aus waren Dresdner Bürger im Herbst auf die Straße gegangen. Am 8. Oktober 1989 zogen etwa 20 000 Menschen durch Dresden und demonstrierten auch für Reise- und Meinungsfreiheit. Ein Großteil war von der Polizei eingekesselt worden. Dass es friedlich blieb, war jener "Gruppe der 20" zu verdanken, die sich spontan zusammenfand, deeskalierend wirkte und mit SED-Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer verhandelte. Dresdens Ex-OB Herbert Wagner und Frank Richter, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung, gehörten zur "Gruppe der 20", waren bei der Tafeleinweihung dabei.

Als nächste Erinnerungsorte werden das Schauspielhaus, die Christuskirche und die Versöhnungskirche in Striesen, der einstige Sitz der CDU-Zeitung "Die Union" in der Hauptstraße (heute Sitz der DNN) sowie die frühere Stasi-Zentrale in der Bautzener Straße markiert. Ursprünglich war von der CDU vorgeschlagen worden, Altkanzler Helmut Kohl in Dresden ein Denkmal zu widmen. Der CDU-Politiker hatte im Dezember 1989 vor der Ruine der Frauenkirche einen historischen Auftritt, als er die Deutsche Einheit als sein politisches Ziel untermauerte. Kohl lehnte eine separate Würdigung ab. Dresdens Stadtrat beschloss im Juli vergangenen Jahres, den Gedenkweg einzurichten. Ralf Redemund

Siehe auch www.dnn-online.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.08.2012

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