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Erste Bürgerversammlung: Dresdner diskutieren über die Westerweiterung des Alaunparks

Erste Bürgerversammlung: Dresdner diskutieren über die Westerweiterung des Alaunparks

Wie soll der „Sommerwohnsitz“ der Neustädter in Zukunft aussehen? Am Freitagabend haben rund 50 Dresdner Bürger und Experten über die Gestaltung des erweiterten Alaunplatzes gesprochen.

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Der frühere "Russensportplatz" auf der Westseite des Parks ist auf dieser Karte leuchtgrün markiert.

Quelle: Stadt Dresden

Dieses erste Bürgergespräch im Romain-Rolland-Gymnasium gehört zu einem umfangreichen Beteiligungsprozess, bei dem Nutzer und Anwohner ihre Ideen einbringen können.

Anlass der Bürgerbeteiligung ist die bevorstehende Westerweiterung des Alaunparks. Im April hatte die Stadt Dresden den ehemaligen „Russensportplatz“ zwischen Paulstraße, der Kita am Bischofsweg und dem Rodelhang gekauft. Derzeit ist das Areal eingezäunt und zugewuchert. Schon im nächsten Jahr soll das frühere Militärgelände gefahrlos begehbar sein und später grundlegend umgestaltet werden, plant Detlef Thiel, Leiter des städtischen Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft. Dazu wird die etwa 14.400 Quadratmeter große Fläche seit Anfang November beräumt und von Altlasten befreit. Parallel dazu befragte im Spätsommer ein Marktforschungsinstitut rund 2900 Alaunpark-Nutzer und -Anwohner nach ihren Wünschen und Ideen. In einer Planungswerkstatt bastelten zudem elf Jugendliche Modelle, die zeigen, wie der „Russensportplatz“ künftig aussehen könnte.

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Ausschnitt aus den Umfrageergebnissen zum Alaunpark.

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Sowohl die Modelle als auch die detaillierte Auswertung des „nicht ganz kurzen Fragebogens“ wurden am Freitag vorgestellt. Die Ergebnisse gleichen sich: Soziale Besuchsmotive wie Freunde treffen und gemeinsam picknicken haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen, der Erholungsaspekt rückte in den Hintergrund. Jugendliche und Erwachsene wünschen sich einen sauberen Platz, mehr schattenspendende Bäume, Sportflächen, Erfrischungsmöglichkeiten für heiße Sommertage, Grillplätze und ein Areal für künstlerische Betätigung – sowie Beleuchtung und saubere öffentliche Toiletten. Letztere werden im kommenden Jahr gebaut, versprachen Detlef Thiel und Alaunpark-Projektleiterin Halina Starkloff. Das nötige Geld sei bereits eingeplant.

Marco Joneleit vom Neustädter Ortsbeirat erntete Beifall für seinen Appell, dass niederschwellige Angebote wichtig seien. Die Alaunparkbesucher seien sehr spontan und würden sich nicht Tage vorher für die Nutzung eines eventuellen Grillplatzes anmelden. Der Neustadtgrüne Michael Ton brachte die Idee ein, dass eine Infotafel die wechselvolle Geschichte des Parks erzählen könnte – vom Exerzierplatz über die Umgestaltung im Rahmen des 1. Pioniertreffens 1952 bis hin zum zweiten Wohnzimmer der Neustädter. Zudem müsste der Verlauf des Nord-Süd-Radweges überdacht werden, es habe bereits Unfälle mit Kindern gegeben.

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Auch Stadtrat Torsten Schulze von den Grünen ist zuversichtlich, dass zwischen Tannen-, Paulstraße und Bischofsweg bald etwas passiert.

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Amtsleiter Detlef Thiel versprach, dass sich die Stadt weiterhin um den fehlenden Grundstücksteil an der Tannenstraße bemühen werde.

Quelle: Tanja Tröger

All diese Anregungen nähmen sie mit und ließen sie in ihre Entwürfe einfließen, sagten Thiel und der Landschaftsarchitekt Ulrich Krüger. Bis zur nächsten Bürgerversammlung Ende Januar 2014 werden nun erste Gestaltungspläne entwickelt, die dann vorgestellt und diskutiert werden. Allerdings könnten nicht alle Wünsche erfüllt und alle Probleme gelöst werden, so der Stadtgrün-Amtsleiter. Nach wie vor seien die Nutzer und Anwohner des Parks aufgerufen, sich zu engagieren und zu arrangieren.

Problem: fehlender Grundstücksteil an der Tannenstraße

Knackpunkt der Planungen ist – das zeigten auch die Gespräche am Freitag – der fehlende Grundstücksteil an der Tannenstraße. Der Freistaat Sachsen weigerte sich, diese Ecke zu verkaufen, sagt jedoch nicht, wozu er das Areal nutzen möchte. Die Fläche sei jedoch wichtig für die medientechnische Erschließung des Alaunparks sowie für die Wegeführung. Könnte beispielsweise der Radweg durch dieses Grundstück verlaufen, würde das zahlreiche Konflikte unter den Parknutzern entschärfen. „Wir haben das nicht ganz aufgegeben“, sagte Amtsleiter Thiel. Grünen-Stadtrat Torsten Schulze erinnerte daran, dass der Stadtratsbeschluss von 2011 vorsieht, das gesamte Areal zu kaufen, nicht nur einen Teil.

Auszüge der Umfrageergebnisse finden Sie in unserer Bildergalerie und ab kommender Woche auf der Internetseite der Stadt Dresden.

ttr

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