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Endlos-Streit um Bühlauer Bad - Schönfeld-Weißiger erteilen Dresdner Konzept eine Absage

Endlos-Streit um Bühlauer Bad - Schönfeld-Weißiger erteilen Dresdner Konzept eine Absage

Seit 1998 haben die Pläne, am nordöstlichen Stadtrand von Dresden eine neue Schwimmhalle zu errichten, Bestand. Doch auch 14 Jahre später gibt es noch immer kein Bad, dafür aber jede Menge Streit um das Wie und die Kosten.

So soll die neue Schwimmhalle in Bühlau nach dem Entwurf des Ingenieurbüros Fritz Planung GmbH einmal aussehen.Visualisierung: Fritz Planung GmbH

Von Jane Jannke

Nun geht das Tauziehen zwischen der Stadt Dresden und dem Ortschaftsrat Schönfeld-Weißig in die nächste Runde.

Bäder-und-Sportstätten-Chef Sven Mania stellte in der Sitzung des Ortschaftsrates am Montag die endlich vorliegende Entwurfsplanung für das Bad vor. Gemeinsam mit einer neuen Kita soll es auf dem Gelände des früheren Straßenbahnhofes Bühlau für acht Millionen Euro entstehen. Demnach erhält das neue Bad ein 25-Meter-Sportbecken, ein Nichtschwimmerbecken sowie ein 30 Quadratmeter großes Planschbecken mit Rutsche und Mutter-Kind-Bereich. Auch ein 50 Quadratmeter großer Sportmehrzweckraum ist angedacht.

"Der gesamte Schwimmhallenbereich wird zudem barrierefrei ausgebaut", erläuterte Projektbetreuer Ralf Gabriel vom Bäderbetrieb. Neben separaten Umkleiden und Sanitäranlagen für Männer, Frauen und Schulklassen soll demnach auch ein eigener Bereich für Behinderte entstehen. Der moderne Hallenkörper erhält nach allen Seiten großzügige Verglasungen, das Gelände hinter der Halle wird als Grünfläche gestaltet. Erschlossen wird das Schwimmbad durch eine Zufahrtsstraße von der Bautzner Landstraße aus, die auch von Reisebussen genutzt werden kann. Hier entstehen auch 75 Stellplätze.

Die Wärmeversorgung erfolgt über ein Blockheizkraftwerk, das im Winter durch eine Erdgasheizung unterstützt wird. Über die Abwärme aus dem Bad soll gleichzeitig die benachbarte Kita beheizt werden - "Ein ausgeklügeltes Energiekonzept", befand Ralf Gabriel. Dessen Darlegungen jedoch vermochten nicht zu verhindern, dass die Gesichter der Schönfeld-Weißiger immer länger wurden. Entgegen dem ausdrücklichen Wunsch der Gemeinde, in der das Bad gemäß Eingemeindungsvertrag aus dem Jahr 1998 ursprünglich erbaut werden sollte, fanden weder eine Sauna noch ein Hubboden für Therapie- und Seniorenschwimmen Berücksichtigung. "Zu teuer", so die Begründung von Bäder-Chef Mania.

Der Gönnsdorfer Ortschaftsrat Joachim Brockpähler (FDP) nannte die Pläne eine "Blamage". Ein Bad ohne Sauna sei bei den heutigen Ansprüchen der Badegäste inakzeptabel und unwirtschaftlich. Das sahen seine Ratskollegen genauso und erteilten dem Entwurf einstimmig eine Abfuhr: "Hier wird gespart auf Kosten der Bürger", so Ortsvorsteher Hans-Jürgen Behr (CDU), der der Stadt "Verschleppung" und Sparwut vorwarf: "Im Gerichtsbeschluss von 2007 war von mindestens acht Millionen Euro für die Halle die Rede. Doch jetzt werden hier offenbar die Kosten für Abbrucharbeiten und Altlastenentsorgung sowie eine Kita eingerechnet." Die Gemeinde hatte die Stadt Dresden damals auf Erfüllung versprochener Investitionen (unter anderem das Bad) verklagt und gewonnen.

Bäder-Chef Sven Mania zeigte sich ob der Absage der Gemeinde enttäuscht. "Nun zieht sich alles noch länger hin. Woher die zusätzlichen circa 1,5 Millionen Euro für die geforderten Extras kommen sollen, muss die Gemeinde nun erklären." Bereits zuvor war nicht vor dem Frühjahr 2013 mit einem Baustart zu rechnen gewesen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.04.2012

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