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Einstimmiger Ratsbeschluss: Stadt schafft 1700 neue Kita-Plätze

Einstimmiger Ratsbeschluss: Stadt schafft 1700 neue Kita-Plätze

Bis Ende 2013 will die Stadt 1700 zusätzliche Kita-Plätze schaffen. Dafür investiert Dresden zusätzlich neun Millionen Euro, wovon 1,8 Millionen aus der Wirtschaft kommen sollen.

Handlungsbedarf: Container sollen den akuten Dresdner Kitaplatz-Mangel lindern helfen, vor allem in den Stadtteilen Prohlis und Blasewitz.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von Ralf redemund

Rund 300 000 Euro habe man schon eingeworben, sagte Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) auf der gestrigen Stadtratssitzung. Er sei optimistisch, dass der Rest des Geldes bis Ende des Jahres von Dresdner Unternehmen akquiriert werden könne.

Einstimmig hat der Stadtrat gestern im Kulturrathaus den Maßnahmeplan II zur Schaffung neuer Kita-Plätze bis 2013 (DNN berichteten) beschlossen. Derzeit fehlen in Dresden 1500 Krippenplätze - mit steigender Tendenz. Vertreter aller Fraktionen machten den akuten Handlungsbedarf deutlich. Unterschiedlich war die Deutung, wie es zu der Misere kommen konnte. Denn laut Prognose werden bis Ende 2013 rund 2100 Plätze zusätzlich benötigt.

Die Stadt habe diese Entwicklung so nicht vorhersehen können, verteidigte Seidel die Verwaltung. Der Trend der anhaltend hohen Geburtenraten sei durch den großen Zuzug junger Familien aus dem Umland nach Dresden unvorhersehbar verstärkt worden.

Grünen-Chef Jens Hoffsommer zollte Seidel Respekt. Dieser kratze alles in seinem Geschäftsbereich zusammen. Aber das reiche vorne und hinten nicht. Das Land stehle sich aus der Verantwortung, lasse die Stadt hängen. Außerdem setze die Mehrheit im Stadtrat falsche Prioritäten. So sei ein zweispuriger Ausbau der Königsbrücker Straße günstiger als ein vierspuriger. Trotz der neun Millionen Euro bleibe die Kita-Baustelle "ernst und heiß". Auch SPD-Chef Peter Lames lobte Seidel und kritisierte den überteuerten vierspurigen Ausbau der Königsbrücker Straße. André Schindler (FDP) wiederum verlangte vor allem von der linken Seite, sich von Kulturbau-Träumen zu verabschieden.

Der größte Teil der zusätzlich Kita- Plätze soll durch das Anmieten von Containern insbesondere in den Stadtteilen Prohlis und Blasewitz entstehen. Außerdem plant die Stadt, einige bestehende Kitas auszubauen und rund 250 Plätze in der Kindertagespflege zu schaffen. Alle Fraktionsvertreter waren sich gestern jedoch einig: Insgesamt sind die 1700 Plätze erst ein Anfang. Weitere 400 sollen bis 2015 entstehen. Für Bau, Miete und Unterhalt für die insgesamt 2100 Plätze in den kommenden drei Jahren rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von rund 50 Millionen Euro. Doch laut Prognose werden bis 2018 insgesamt rund 4100 Krippen- und Kita-Plätze fehlen.

Noch vor der Sommerpause will der Kämmerer den Entwurf für den Doppelhaushalt 2013/2014 präsentieren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.02.2012

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