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Dynamo Dresden: Winterlinden statt Fußballtore

Dynamo Dresden: Winterlinden statt Fußballtore

Der Stadtrat hat auf seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen, dass im Ostragehege eine Fläche zwischen dem Kühlhaus und der Fettschmelze für Dynamo Dresden reserviert wird.

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Trainingsplätze statt Bäumen: Im Ostragehege soll Dynamo Ersatz für die Flächen im Großen Garten erhalten.

Quelle: Brücke-Osteuropa, Wikimedia Commons, Lizenz: CCO 1.0 Universal Public Domain Dedication, URL: http://bit.ly/17Gyawr/Montage: A. Eylert

Der Fußballverein könnte dort vier Trainingsplätze und eine Geschäftsstelle errichten. Problem: In wenigen Tagen werden auf der Fläche 2000 Bäume und 1500 Strauchgewächse im Auftrag der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) gepflanzt. Und niemand kann die Pflanzungen verhindern.

Kastanien statt Rasen, Ulmen statt Fußbälle, Winterlinden statt Tore: "Wir müssen mit dem Pflanzen beginnen. Sonst bekommen wir Ärger mit der Landesdirektion Sachsen (LDS)", erklärte DVB-Sprecher Falk Lösch. Denn: Die DVB wurden im Zuge des Neubaus der Straßenbahntrasse zur Messe von der LDS dazu verpflichtet, die genannte Fläche zu entsiegeln und Ersatzpflanzungen vorzunehmen. Als Ausgleich für die Flächen, die mit Straßenbahngleisen versiegelt wurden.

In den vergangenen Monaten haben die DVB das Areal entsiegelt, dekontaminiert und renaturiert. Laut Lösch wurden dafür rund 90 Prozent der veranschlagten Kosten von 230000 Euro ausgegeben. Die Pflanzungen kosten also lediglich rund 23000 Euro und sollen spätestens Anfang Juni abgeschlossen sein. "Ein längerer Aufschub ist nicht möglich, wenn wir unsere Auflagen erfüllen wollen", so der DVB-Sprecher. "Andernfalls würden wir uns strafbar machen."

Also rücken bald die Pflanzkolonnen an. Die DVB werden aber gleichzeitig gemeinsam mit der Landeshauptstadt die LDS anfragen, unter welchen Umständen die Ausgleichsflächen vielleicht doch umgewidmet werden können. "Die noch sehr jungen Bäumchen könnten ja durchaus noch einmal versetzt werden", erklärte Lösch. Einfach sei die Situation aber nicht, da die DVB Fördermittel für die Ausgleichsfläche eingesetzt haben. "Es muss also geklärt werden, ob die Fördermittel zurückgezahlt werden müssen."

Schließlich, so Lösch, gebe es nicht nur das Baumproblem. Auf dem Gelände würde auch die Ansiedlung von Stieglitzen und einigen Krötenarten eine Rolle spielen. "Wir werden also zunächst unsere Auflage erfüllen, bleiben aber auf Wunsch und im Auftrag des Stadtrates mit der LDS im Gespräch", fasst Lösch zusammen. Der Umzug von Dynamo Dresden ins Ostragehege, wenn die Genehmigung für die Trainingsplätze im Großen Garten 2016 ausläuft, befindet sich auf dem Holzweg. Gesäumt von vielen Bäumchen...

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.05.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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