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Dresdner wollen auf Nummer sicher gehen: 81 Prozent für Rücklagenbildung bei Steuerplus

Dresdner wollen auf Nummer sicher gehen: 81 Prozent für Rücklagenbildung bei Steuerplus

Während viele Kommunen nicht wissen, wie sie ihre aufgerissenen Finanzlöcher stopfen sollen, steht Dresden in Zukunft wohl vor einem Luxusproblem. Denn da sich die sächsische Landeshauptstadt wirtschaftlich und demografisch so gut wie keine andere ostdeutsche Stadt entwickelt, erwarten Finanzexperten in den nächsten Jahren Steuermehreinnahmen in Millionenhöhe.

Und die Dresdner haben schon klare Vorstellungen, was mit diesem zusätzlichen Geld passieren soll.

Laut dem aktuellen DNN-Barometer, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden knapp 500 repräsentativ ausgewählte Einwohner der Elbestadt befragte, kommt die Sanierung von Schulen an erster Stelle. Satte 98 Prozent halten es für sehr wichtig oder zumindest für wichtig, dass Dresdens Kinder und Jugendliche in ordentlichen Schulgebäuden unterrichtet werden. Der Bau von Kindertagesstätten soll nach dem Willen der Dresdner ebenfalls weiter vorangetrieben werden, wenn die Steuermehreinnahmen tatsächlich wie prognostiziert fließen. 91 Prozent der Befragten wünschen sich diesen Investitionsschwerpunkt. Der städtische Doppelhaushalt 2013/2014 legt den Fokus wegen des anhaltenden Geburtenbooms auch auf die Bereiche Schulen und Kitas.

Trotz laufender Großbaustellen wie Schandauer- und Bautzner Straße steckt die Stadt derzeit bei Weitem nicht so viel Geld in die Ausbesserung ihres Straßennetzes. Im DNN-Barometer halten jedoch 89 Prozent diesen Aspekt für wichtig, in der Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen und der über 60-Jährigen sind es sogar 96 Prozent.

Die Dresdner wollen den Berg der Steuermehreinnahmen allerdings nicht sofort und komplett ausgeben, sondern lieber auch für schlechte Zeiten vorsorgen. 81 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, Rücklagen zu bilden. Eine Lehre, die viele offenbar aus der Finanzkrise gezogen haben. Bei den über 60-Jährigen favorisieren die meisten den guten alten "Sparstrumpf".

Ganz ähnliche Zustimmungswerte bekommt der Ausbau des Breitensports. 81 Prozent der Dresdner wollen einen Teil der zusätzlichen Steuergelder in marode bzw. neue Sport- und Schwimmhallen investieren. Auffällig ist, dass in der jüngsten befragten Altersgruppe, der der 18- bis 24-Jährigen, mehr als jeder Dritte die Förderung des Breitensports für weniger wichtig hält, während sich die Älteren klar für entsprechende Investitionen stark machen.

Dass sich die Stadt Dresden in Form von Neubauten oder Rückkäufen wieder einen eigenen Bestand an Sozialwohnungen aufbaut, finden nur 74 Prozent sinnvoll. Noch weniger Dresdner, nämlich lediglich 66 Prozent, halten den weiteren Ausbau des Radwegenetzes für wichtig. Zumindest wollen nur so viele die Steuermehreinnahmen dafür verwenden.

Die beiden großen Kulturprojekte, wegen denen die Stadt Dresden im aktuellen Doppelhaushalt an die Grenze der Belastbarkeit gegangen ist, stehen auf dem Wunschzettel ganz unten. 65 Prozent würden mit zusätzlichen Steuergeldern den Bau des Kulturkraftwerks finanziell untersetzen, gerade einmal 48 Prozent den Umbau des Kulturpalastes. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es übrigens null (!) Prozent, die die Prestigevorhaben für sehr wichtig halten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.09.2013

Stephan, Christoph

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