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Dresdner haben wenig Vertrauen in neuen Stadtrat - DNN-Barometer zu Politikwechsel, Globusmarkt und Hafencity

Dresdner haben wenig Vertrauen in neuen Stadtrat - DNN-Barometer zu Politikwechsel, Globusmarkt und Hafencity

Rot-Rot-Grün will die 16 in der Kooperationsvereinbarung festgeschriebenen Vorhaben bereits für das nächste Jahr in den Doppelhaushalt 2015/16 mit einbringen.

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Drei Bauprojekte will die rot-rot-grüne Quasi-Mehrheit im Stadtrat neu verhandeln. Wir haben die Dresdner gefragt, wie sie zu den Themen sowie zur Schuldenfreiheit stehen.

Quelle: A. Eylert

Dazu gehören die Schuldenfreiheit Dresdens, eine schmalere Sanierungsvariante der Königsbrücker Straße und die Überarbeitung des Masterplans "Leipziger Vorstadt", bevor überhaupt über einen Globusmarkt am Leipziger Bahnhof und eine Hafencity am Neustädter Hafen entschieden wird. Das Institut für Kommunikationswissenschaft hat für das aktuelle DNN-Barometer in einer repräsentativen Umfrage Dresdner zu diesen derzeit wichtigsten städtischen Projekten gefragt - mit überraschenden Ergebnissen. Beim politischen Dauerstreit Königsbrücker Straße kristallisiert sich auch in der Bevölkerung keine Linie heraus. 45% aller Befragten würden gern den Beschluss von CDU, FDP und Bürgerfraktion beibehalten und die marode Straße vierspurig ausbauen lassen. 46% dagegen präferieren den Plan von Linken, SPD und Grünen für eine schmalere Sanierungsvariante. Eine Pattsituation.

Klarer zeichnet sich die Meinung der Dresdner ab, wenn man sie nach der Schuldenfreiheit ihrer Stadt fragt. 57% der Befragten wollen auch bei sinkenden Einnahmen lieber sparen, als Kredite aufnehmen. Für immerhin 36% käme eine neuerliche Verschuldung in Frage. Dreiviertel aller Dresdner kennen die Diskussionen über einen künftigen Globusmarkt am Leipziger Bahnhof und eine Hafencity an der Elbe. Fragt man diesen Bevölkerungsteil nach ihrer Meinung zu den beiden Projekten, stößt man in erster Linie auf Skepsis. So wollen 57% der Interviewten keinen Globusmarkt in der Leipziger Vorstadt, nur 24% sind dafür, während dem Rest das Bauprojekt herzlich egal ist. Gegen die Bebauung des Neustädter Hafens sind 52% der Befragten, 33% möchten die Hafencity kommen sehen, 15% sind noch unentschieden. Das Verblüffende: Im August 2013 waren sogar 56% der Interviewten gegen die Hafencity und nur 29% dafür. Das Hochwasser 2013 hat also dem Image der Hafencity nicht geschadet. Der Zuspruch für eine Bebauung am Neustädter Hafen erhöhte sich sogar leicht.

Befragt man die Dresdner nach ihrem Vertrauen in den neuen Stadtrat, zeichnet sich ein schiefes Bild ab. Zwar begrüßt die Hälfte der Dresdner den Wechsel (50%) und 43% der Befragten sind mit dem neuen Stadtrat zufrieden, andererseits glauben die Bürger nicht (46%), dass die linke Mehrheit die politische Stimmung in der Bevölkerung besser repräsentieren kann, als die alte bürgerliche. Auch erhält Rot-Rot-Grün von den Dresdner wenig Vorschusslorbeeren: 70% der Befragten haben kein großes Vertrauen bzw. nur wenig Vertrauen darauf, dass der neue Stadtrat seine Arbeit gut machen wird. Dagegen stehen 22%, die auf ihn setzen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2014

Arndt, Madeleine

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