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Dresdner Verwaltung legt Liste aller Spenden für das erste Quartal vor

Dresdner Verwaltung legt Liste aller Spenden für das erste Quartal vor

Alle Achtung! Im Januar hat ein anonymer Spender der Landeshauptstadt Dresden für das Tierheim 1,50 Euro überwiesen. Am Donnerstag muss sich der Stadtrat mit der Annahme dieser Spende befassen.

Denn zum Jahresbeginn wurde die Sächsische Gemeindeordnung geändert. Der Stadtrat muss nun in öffentlicher Sitzung darüber entscheiden, welche Spenden, Schenkungen oder ähnlichen Zuwendungen die Stadt annimmt. Was bei anonymen Einzahlungen eher leicht fällt. Denn da gibt sich der Spender gegenüber der Gemeinde nicht zu erkennen, wie in der Beschlussvorlage erklärt wird.

Insofern sind auch vier Geldspenden im Wert von 216 Euro an den Eigenbetrieb Friedhofs- und Bestattungswesen unproblematisch. Drei Spender wünschen sich die Sanierung von Grabstätten. Der vierte unbekannte Geldgeber überwies 160 Euro für den Kauf von Goldfischen für den historischen Teich am Krematorium Tolkewitz.

Bei Bargeld hat der Stadtrat immerhin das letzte Wort bei der Verwendung. Aber was ist mit Sachspenden? Leicht verderblichen Sachspenden etwa? So hat ein Fachmarkt Frischfutter für das Tierheim gespendet, eine Bäckerei lieferte Brötchen für ein Kindergartenfest. Solche Spenden mit Mindesthaltbarkeitsdatum müssen zum Glück nicht bis zur Entscheidung des Stadtrates gelagert werden. Die Verwaltung darf sie in eigener Verantwortung dem Verwendungszweck zuführen, heißt es in einem Hinweis des Sächsischen Innenministeriums. Gut für die Tiere und Kinder.

Spenden annehmen oder einwerben dürfen nur noch die Oberbürgermeisterin und die Bürgermeister. Die Resultate sind in einigen Bereichen im ersten Quartal 2014, über das die Stadträte jetzt zu befinden haben, eher mager. So hat Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) Spenden in Höhe von 466,25 Euro erhalten, bei Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) gingen 1500 Euro ein - für das Krankenhaus Friedrichstadt und den Neustädter Advent.

Bei Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) werden auch die Erlöse aus den Spendenboxen in den Museen gezählt, im Stadtmuseum kamen da 125,50 Euro zusammen, im Heimat- und Palitzschmuseum immerhin 250 Euro, im Webermuseum 166 Euro. Viele Spenden erhält traditionell Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos), da er auch für das Tierheim verantwortlich ist. Und da wurden nicht nur die anonymen 1,50 Euro eingezahlt, sondern auch Spenden bis zu 150 Euro. Auch für Kindertagesstätten gingen Geld- oder Sachspenden wie der Bustransfer zum Zoo ein.

Der Geschäftsbereich von Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) kümmert sich auch um das Stadtgrün und die Friedhöfe. Neben Geld für Goldfische in Tolkewitz gingen auch Zuwendungen für den Fichtepark, Bäume in der Kaitzer Straße oder Bänke am Zwingerteich ein. Es ist davon auszugehen, dass die Stadträte die Spendenliste zur Kenntnis nehmen, ohne den Verwendungszweck in Frage zu stellen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.06.2014

Baumann-Hartwig, Thomas

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