Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresdner Verkehrsmuseum steht vor dem Aus

Dresdner Verkehrsmuseum steht vor dem Aus

Das Dresdner Verkehrsmuseum soll aus seinem Domizil im Stadtzentrum ausziehen. Das erklärte gestern Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) im Kulturausschuss des Stadtrates.

Voriger Artikel
Dresdner Steuereinnahmen sind 2012 um 3,4 Prozent gesunken
Nächster Artikel
Windräder in Dresden: „Als FDP werden wir diese geplante Zerstörung der Natur verhindern"

Im Johanneum hat das Verkehrsnuseum seinen optimalen Standort.

Quelle: Peter Weckbrodt

Der Freistaat sei nicht bereit, über einen langfristigen Verbleib des Museums im Johanneum zu diskutieren. Es gehe immer nur um die Frage: "Wann wird geräumt?"

2005 war das Museum vom Freistaat in städtische Hand überführt worden. Dazu war ein unbefristeter Mietvertrag für das Johanneum abgeschlossen worden. "Der Nachteil ist, dass ein Gewerbemietvertrag jederzeit kündbar ist", so Lunau. Für den "Langen Gang", in dem die Schifffahrtsausstellung untergebracht ist, läuft der Mietvertrag nur noch bis zum 31. Dezember 2015.

Laut Museumskonzept des Freistaates Sachsen soll das Verkehrsmuseum 2020 aus dem Johanneum ausziehen. Ab dann sollen die Staatlichen Kunstsammlungen das Gebäude nutzen. Dieses Konzept wurde unter der damaligen Kulturministerin Eva-Maria Stange (SPD) erarbeitet und bisher weder vom Kabinett noch vom Landtag bestätigt. "Trotzdem gehen alle davon aus, dass das Museum 2020 das Johanneum verlassen muss", so der Kulturbürgermeister.

Das stelle die Stadt vor enorme Probleme. Es gäbe Pläne, bis 2016 die Museumswerkstätten an die Zwickauer Straße zu verlagern und die Schifffahrtsausstellung in den freien Werkstatträumen zu etablieren. Das koste aber 1,5 Millionen Euro und sei nur sinnvoll, wenn das Museum langfristig im Stadtzentrum bleibe.

Lunau kann sich nicht vorstellen, dass Stadt oder Freistaat den Neu- oder Umbau eines Museumsgebäudes finanzieren können. Im schlimmsten Fall werde die Kommunalisierung des Museums rückgängig gemacht und die Sammlung falle wieder an den Freistaat. Der könne sie dann in das Industriemuseum Chemnitz integrieren, mutmaßte die Landtagsbgeordnete Annekatrin Klepsch (Linke).

Laut Museumsdirektor Joachim Breuninger haben 2012 rund 224000 Menschen das Museum besucht, davon 60 Prozent Dresdner. "Wir sind ein Grund, weshalb Dresdner noch zum Neumarkt kommen und nicht nur Touristen. Wir brauchen das Johanneum."

tbh

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.