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Dresdner Stadtratsfraktionen reagieren verwundert auf Verkaufspläne der Gagfah

Dresdner Stadtratsfraktionen reagieren verwundert auf Verkaufspläne der Gagfah

Die Dresdner Stadtratsfraktionen haben mit Verwunderung auf die Ankündigung der Gagfah reagiert, ihren Dresdner Wohnungsbestand möglicherweise verkaufen zu wollen.

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Die Dresdner Stadtratsfraktionen haben mit Verwunderung auf die Ankündigung der Gagfah reagiert, ihren Dresdner Wohnungsbestand möglicherweise verkaufen zu wollen.

Quelle: Tanja Tröger

Die Einschätzungen zu den Folgen eines möglichen Eigentümerwechsels der rund 35.000 einstigen Woba-Wohnungen gehen dabei stark auseinander. Die Stadtverwaltung selber könne sich derzeit nicht äußern, teilte das Rathaus am Donnerstag mit, da keine Informationen seitens der Unternehmen vorliegen. "Daher kann die Frage nach den vertraglichen Regelungen für den Fall von Veräußerungen erst dann beantwortet und bewertet werden, wenn konkrete Veräußerungspläne bekannt sind", hieß es in einer Mitteilung.

Während die CDU-Fraktion nach Aussage von Fraktionschef Georg Böhme-Korn durch das mögliche Einsteigen von langfristig agierenden US-Fonds sogar Vorteile für die Mieter sieht, fürchtet die Linke, dass die Immobilien „nun vollends zum Spielball sogenannter Finanzinvestoren“ werden könnten. „Erst vor einem Monat hatte sich die Gagfah in einem Vergleich mit der Landeshauptstadt Dresden verpflichtet, 35.000 Wohnungen in ihrem Bestand zu halten. Nun droht plötzlich der Verkauf dieser Wohnungen. Da stellt sich die Frage, was als nächstes kommt“, teilte der Fraktionsvorsitzende André Schollbach mit.

Die Grünen äußerten sich enttäuscht, so Fraktionschef Jens Hoffsommer. „Es sieht danach aus, dass die seit Jahren anhaltenden finanziellen Probleme der Gagfah auf diese Weise gelöst werden sollen und damit der für Finanzjongleure attraktive Wohnungsmarkt in Dresden gewinnbringend angeboten werden kann“, sagte er am Donnerstag.

Auch zur Frage, wie die Stadt mit den Verkaufsplänen umgehen soll, sind sich die Fraktionen uneins. Christoph Hille von der Bürgerfraktion weist stellvertretend darauf hin, dass die Sozialcharta und alle anderen Verträge in jedem Fall weiterbestehen.

Auch beim Thema Rückkauf gehen die Meinungen auseinander. CDU und FDP lehnen in diese Richtung gehenden Pläne strikt ab. "Einen Kauf der Wohnung durch die Stadt lehnen wir kategorisch ab, für uns ist das Neuverschuldungsverbot der Stadt nicht verhandelbar", äußerte sich der FDP-Vorsitzende Holger Zastrow. Die Grünen wollen hingegen genau über diesen Schritt nachdenken. Es dürfe „keine Tabus geben“, so Hoffsommer, „auch nicht das einer Teil-Rekommunalisierung“.

Ziel müsse sein, „für die Mieter eine größtmögliche Kontinuität und Sicherheit zu gewährleisten“, ergänzt Peter Lames, der vorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtrat. Die Chance für den Aufbau eines kommunalen Wohnungsbestandes müsse „ausgelotet und genutzt“ werden.

Die Gagfah hatte am Donnerstag bestätigt, über einen Verkauf der rund 37.800 Dresdner Wohnungen nachzudenken. Diese haben laut Gagfah-Sprecher Dirk Schmitt einen Wert von etwa 1,8 Milliarden Euro. „Unsere Bestände in Dresden sind eine wahre Perle der Wohnungswirtschaft“, so Schmitt. Ein Verkauf sei immer eine Option.

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sl / chs

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