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Dresdner Stadtrat hält an Globus und Hafencity fest - kein Planungsstop für Großprojekte

Dresdner Stadtrat hält an Globus und Hafencity fest - kein Planungsstop für Großprojekte

In zwei Ortsbeiräten fast einstimmig angenommen, im Stadtrat mit deutlicher Mehrheit gescheitert: Der Vorstoß der SPD-Fraktion, die Planungen für die Ansiedlung des Handelsriesen Globus am ehemaligen Leipziger Bahnhof zu stoppen, wurde mit den Stimmen von CDU, Freien Bürgern und FDP abgelehnt.

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Auf dem Gelände des alten Leipziger Bahnhofs will sich der Handelsriese Globus ansiedeln.

Quelle: Dietrich Flechtner

Zuvor fiel ein noch weitgehenderer Antrag der Linken durch: Sie wollten den kompletten Masterplan für die Leipziger Vorstadt auf Eis legen.

Die Juni-Flut habe es deutlich vor Augen geführt, erklärte Linken-Fraktionschef André Schollbach: „Der Masterplan muss überarbeitet werden. Es gilt, die neuen Erkenntnisse, die Kritik der Bürger und die Bedenken der Kommunalaufsicht zu berücksichtigen.“ Der Globus-Markt müsse zwingend im Zusammenhang mit der Hafencity gesehen werden. So wolle Globus, dass möglichst viele Wohnungen im Umfeld gebaut werden, da darin Käufer wohnen würden. Beide Vorhaben sollten gestoppt werden, forderte der Fraktionsvorsitzende.

Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) wies darauf hin, dass mit einem Aus für den Masterplan auch die Schulneubauten in der Gehestraße – hier will die Stadt eine Oberschule und ein Gymnasium errichten – zum Scheitern verurteilt seien. Auch Wohnbauten und der Neubau einer Kindertagesstätte würden vereitelt, erklärte er. Schließlich stimmten nur die Linken für ihren Antrag, der so scheiterte.

Axel Bergmann, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, begründete den beantragten Planungsstopp für Globus mit fehlenden rechtlichen Grundlagen. Im Flächennutzungsplan sei das Areal nicht für großflächigen Einzelhandel ausgewiesen. „Wir wollten eine kleinteilige Bebauungsstruktur. Jetzt sollen wir einen riesigen Kasten mit Einzelhandel bekommen.“ Der Stadtrat habe die Chance, diese Fehlentscheidung zu korrigieren.

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Luise Finsterbusch

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An den drei Halteplätzen am Bürgersteig des Dresdner Hauptbahnhofs dürfte der Notstand zunehmen. Abhilfe könnte der geplante ZOB schaffen.

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Thomas Löser, Fraktionsvorsitzender der Grünen, sprach von einem „zweiten Elbepark“. Pieschen werde in die Zange genommen vom Elbepark und vom „kleinen Elbepark“. „Wir wollen in dem Gebiet eine sinnvolle städtebauliche Entwicklung“, forderte Löser.

Dem widersprach Hans-Joachim Brauns, baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, vehement: „Nicht die Einzelhändler müssen Globus fürchten, sondern Kaufland mit seinen zehn Großmärkten in Dresden.“ Die Ansiedlung von Globus sei die einzige Chance, die denkmalgeschützte Bausubstanz des Leipziger Bahnhofs zu retten, so Brauns.

Die Handelskette Globus plant einen Markt auf dem Areal an der Leipziger Straße und verspricht eine Investition von rund 50 Millionen Euro. 300 Arbeitsplätze sollen nach Unternehmensangaben entstehen, für den Baustart fasse die Handelskette das Jahr 2015 ins Auge.

Thomas Baumann-Hartwig

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