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Dresdner Schollbach mit Chance auf Landtagssitz - Knatsch in Leipzig

Dresdner Schollbach mit Chance auf Landtagssitz - Knatsch in Leipzig

Linken-Stadtratsfraktionsvorsitzender André Schollbach ist auf dem Sprung in den Landtag. Der Rechtsanwalt wurde vom Landesvorstand am Dienstagabend für den 20er-Pool für die Landesliste vorgeschlagen.

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André Schollbach

Quelle: PR/Die Linke Dresden

Was heißt: Schollbach darf sich berechtigte Hoffnungen machen, auf dem Landesparteitag am Wochenende in Leipzig auf einen der ersten 20 Listenplätze gewählt zu werden. Das dürfte bei der Wahl im September für den Einzug in den Landtag reichen. Die Linken hatten bei der Wahl 2009 mit 20,6 Prozent 29 Sitze erreicht.

Schollbach galt lange Zeit als Mann der Zukunft bei den Linken. Doch vor fünf Jahren konnte er keinen sicheren Listenplatz ergattern - er wurde nach dem Streit innerhalb der Dresdner Linken um den Verkauf der kommunalen Wohnungsgesellschaft Woba abgestraft. Schollbach galt als Ziehsohn von Christine Ostrowski, die für den Woba-Verkauf stimmte und bei den Parteioberen in Ungnade fiel.

Statt im Landtag Politik zu gestalten, musste sich Schollbach an der Spitze der Stadtratsfraktion bewähren. Ihm ist es gelungen, die linken Reihen wieder zu schließen. Das soll jetzt offenbar mit einem Landtagsmandat honoriert werden.

Mit im 20er-Pool vertreten ist auch die Dresdner Stadtvorsitzende Annekatrin Klepsch. Die Kulturpolitikerin ist ebenfalls Stadträtin und bereits Landtagsabgeordnete. Der Vorschlag des Landesvorstands stößt beim Stadtverband Leipzig auf Unverständnis. Der größte sächsische Verband mit rund 1350 Mitgliedern ist nach Meinung seiner Führungsspitze deutlich unterrepräsentiert. Lediglich die bildungspolitische Sprecherin der Linken-Landtagsfraktion, Cornelia Falken, tritt für ihn an. Zwar kommt auch der 23 Jahre alte Marco Böhme aus der Messestadt. Er wurde aber am Dienstagabend als Vertreter der Linksjugend ausgewählt.

Völlig außen vor bei der Nominierung blieb der Vorsitzende des Leipziger Stadtverbands, Volker Külow. Er hatte sich eigentlich gute Chance auf einen vorderen Platz ausgerechnet. "Man muss gucken, was man für Schlussfolgerungen zieht", sagte Külow.

Als großer Gewinner wird parteiintern der Stadtverband Chemnitz ausgemacht: Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Klaus Bartl galt als gesetzt. Dass sich aber zudem der Chemnitzer Stadtvorsitzende Nico Brünler am Ende mit einer Stimme Mehrheit gegen Külow durchsetzte, überraschte viele. Brünlers Erfolg wird auch Külow zugeschrieben, der als Person nicht unumstritten ist. Die Leipziger Linken hoffen nun, dass der Pool vielleicht schon heute verändert wird, wenn der Landesvorstand, der Landesrat (je zwei Vertreter aller Kreis- und Stadtverbände), die Kreisvorsitzenden und der Landtagsfraktionsvorstand den Zwanziger-Kader zu einem Listenvorschlag reihen. Bleibt der Pool, rechnet die Parteispitze mit einer Bewerbung Külows auf die Plätze 21 bis 23. Der Abgeordnete ließ zunächst offen, ob er eine Kampfkandidatur für einen der ersten Ränge anstrebt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.04.2014

tbh/kol

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