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Dresdner SPD will Carolabrücke wieder in Rudolf-Friedrichs-Brücke umbenennen

Dresdner SPD will Carolabrücke wieder in Rudolf-Friedrichs-Brücke umbenennen

Die SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat fordert die Umbenennung der Carolabrücke im Stadtzentrum. Wie der Fraktionsvorsitzende Peter Lames und Stadtrat Richard Kaniewski am Freitag vorstellten, soll das Bauwerk künftig wieder den Namen des ehemaligen Dresdner Oberbürgermeisters Rudolf Friedrichs tragen.

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Dr. Peter Lames und Richard-Kaniewski mit Straßenschildern an der Carola-Brücke.

Quelle: PR

Schon bis 1991 hieß die Elbquerung offiziell Dr.-Rudolf-Friedrich-Brücke.

Die Sozialdemokraten wollen nun den ersten Bürgermeister Dresdens und ersten sächsischen Ministerpräsidenten nach dem 2. Weltkrieg wieder im Stadtbild würdigen. Aktuell erinnert nur eine Gedenktafel an Friedrichs. „Der Sozialdemokrat Rudolf Friedrichs hat sich nicht nur als Dresdner Stadtrat und entschiedener Nazi-Gegner während der Zeit der Weimarer Republik um die Landhauptstadt verdient gemacht. Er leitete in seiner kurzen Amtszeit als Oberbürgermeister insbesondere auch den Wiederaufbau der Stadt ein, dem er auch als Ministerpräsident ab Juli 1945 seine ganze Kraft widmete", so Lames.

„Leider erinnern in Dresden keine Straße, kein Platz und auch keine öffentliche Institution an diesen verdienstvollen Ehrenbürger unserer Stadt, sieht man einmal von einer versteckten Plakette unterhalb der Carola-Brücke ab. Dies ist umso trauriger, da ein Großteil der Oberbürgermeister von Dresden zwischen 1682 und 1933 in dieser Form öffentlich geehrt wurde und in vielen anderen sächsischen Städten Straßen nach ihm benannt sind."

„Die Vereinnahmung seines Namens durch die SED mögen die Umbenennung aus der Zeit erklärbar machen. Doch mit Blick auf neue Forschungsergebnisse wird deutlich, dass die vollkommene Streichung des Namens aus dem Dresdner Stadtbild dem Leben und Wirken Dr. Rudolf Friedrichs einfach nicht gerecht wird. Vielmehr wäre mit der öffentlichen Erinnerung an Friedrichs auch eine Erinnerung an die demokratische Geschichte und Tradition Dresdens verbunden", ergänzt Richard Kaniewski.

Die Oberbürgermeisterin soll nun beauftragt werden, zu prüfen ob eine Straße oder ein Platz nach dem einstigen Stadtoberhaupt benannt werden kann. Insbesondere soll die Verwaltung die Voraussetzungen dafür zu schaffen, „dass die heutige Carolabrücke wieder nach Friedrichs benannt wird", heißt es in dem entsprechenden Antrag.

Die erste Carolabrücke war 1892 errichtet und kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs gesprengt worden. In den 60er-Jahren wurde ein neues Bauwerk errichtet, das dann aber nicht mehr den historischen Namen erhielt. 1991 beschloss der Stadtrat schließlich die Umbenennung zur Carolabrücke.

sl

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