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Dresdner Postplatz bleibt bis 2016 Steinwüste - Landschaftsarchitekten wollen sechs neue Bäume pflanzen

Dresdner Postplatz bleibt bis 2016 Steinwüste - Landschaftsarchitekten wollen sechs neue Bäume pflanzen

Der Postplatz ist das Sorgenkind der Stadt: Eine schier unendlich wirkende Steinwüste, in der es keine Schattenspender gibt. Zwar wurde das triste Grau mit provisorischen Hochbeeten etwas aufgelockert, aber nur etwas.

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Ort mit begrenzter Aufenthaltsqualität: Der Postplatz ist eine Steinwüste, die im Sommer wenig Schatten bietet.

Quelle: Jürgen-Michael Schulter

Seit Jahren bemüht sich die Stadtverwaltung darum, die Aufenthaltsqualität auf Dresdens zentralem Platz zu erhöhen. Mehrere Runde Tische mit Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplanern und Kommunalpolitikern fanden statt. Die Ergebnisse der Planungen stellten gestern Landschaftsarchitektin Julia Kretzschmar und Annegret Wissmann vom Stadtplanungsamt im Ortsbeirat Altstadt vor.

"Wir haben noch mindestens zwei Jahre Zeit, unsere Pläne zu qualifizieren und auszufeilen", erklärte die Stadtmitarbeiterin. Grund: Die Stadt hat die Konzession für das "Dresdner Winterdorf" bis 2015 vergeben. Mehr Grün und Partymeile im Advent vertragen sich aber nicht. Außerdem, so Wissmann, seien im Doppelhaushalt 2015/2016 keine Mittel für den Postplatz vorgesehen. Schließlich soll neben dem Schauspielhaus eine Probenbühne für das Theater und die Semperoper entstehen. Da seien Baumpflanzungen im Vorfeld eher kontraproduktiv.

Nach den Plänen von Kretzschmar sollen sechs neue, große Bäume auf der Nordseite des Postplatzes gepflanzt werden. Die Standorte der Bäume habe man sich in einer Genehmigungsplanung bestätigen lassen. Denn das Leitungsnetz unter dem Pflaster sehe aus wie ein Schnittmuster aus einer Frauenzeitschrift. Jede Menge Leitungen, die noch mehr Grün schlicht nicht möglich machen würden, so die Landschaftsarchitektin. Die Bäume könnten die alten städtischen Wallanlagen, die aus der Ostraallee kämen, andeuten und fortsetzen. Daneben seien auch Beete mit Natursteinfassung entlang der Straßenbahngleise vorgesehen. "Die Hochbeete waren als Provisorien geplant und können keine dauerhafte Lösung sein", so Kretzschmar.

Möglich sei der Bau eines Informationspavillons am Schauspielhaus gegenüber vom Zwinger als eine Art Gegengewicht zur "Käseglocke". Die gastronomische Nutzung des früheren Wartehäuschens habe den Postplatz aufgewertet, findet Wissmann. Wenn die "Käseglocke" am 30. Juni im Finanzausschuss einen langfristigen Mieter finden wird, werde auch das Thema Toiletten wieder aktuell. Diese wurden nach der Flut 2002 zugeschüttet. Der Betreiber der "Käseglocke" werde die Anlagen wieder ertüchtigen, so Wissmann.

Schließlich sei auch zu bedenken, dass der Postplatz deshalb als Wüste wirke, weil die Bebauung noch nicht abgeschlossen sei. Sowohl das Probenzentrum an der Nordseite als auch das geplante Wohn- und Geschäftshaus gegenüber der Altmarkt-Galerie würden die Anmutung von Weite reduzieren.

Rund 30 000 Euro würde das Pflanzen der sechs Bäume kosten, etwa 240 000 bis 300 000 Euro das Anlegen der Beete, rechnete Kretzschmar vor. Seine Fortsetzung soll das Konzept im Promenadenring an der Wallstraße und Marienstraße finden. Für diesen Grünzug, der aufwendig gestaltet werden soll, stünden Mittel zur Verfügung, so Wissmann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.06.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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