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Dresdner Politiker und Initiativen warnen vor Vereinnahmung durch Pegida

Nach Anschlägen von Paris Dresdner Politiker und Initiativen warnen vor Vereinnahmung durch Pegida

Dresdner Politiker und Initiativen warnen vor einer Vereinnahmung der Anschläge von Paris durch die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung. „Leider passiert in Dresden nun genau das, was wir nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo schon kennen: Pegida versucht, den Tod in Paris für sich zu nutzen“, heißt es vom Bündnis Dresden Nazifrei.

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Quelle: dpa

Dresden. Dresdner Politiker und Initiativen warnen vor einer Vereinnahmung der Anschläge von Paris durch die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung. „Leider passiert in Dresden nun genau das, was wir auch aus dem Januar nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo schon kennen: Pegida versucht, den Tod in Paris für sich zu nutzen“, heißt es vom Bündnis Dresden Nazifrei.

Vorausgegangen war ein Facebook-Posting von Pegida. „Fakt ist, dass es eine neue Dimension islamistischen Terrors auf europäischen Boden gibt und das es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch Deutschland vom Terror heimgesucht wird, wenn nicht endlich die Asylanten-Lawine (Schäuble) gestoppt wird, die Grenzen ordentlich gesichert und der Islamisierung Deutschlands Einhalt geboten wird“, heißt es dort. Pegida warne seit über einem Jahr und viele Islamkritiker schon viel länger. „Ich könnte jetzt sagen, Sie, Frau Merkel, Herr Gabriel, Herr De Maizière, Herr Özdemir, Frau Roth, Frau Fahimi, Frau Göring-Eckardt, Herr Stegner und die gesamte verantwortliche Politik von Deutschland haben in Paris mitgeschossen und mitgebombt. Ich könnte jetzt sagen, Sie alle sind mitverantwortlich für die grauenvollen Ereignisse und sollte es in Deutschland zu ähnlichen Ereignissen kommen, haben Sie alle europäisches Blut an Ihren Händen“, hetzte er weiter.

Dresden trauert um Opfer von Pariser Anschlägen

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Man müsse davon ausgehen, dass rechte Kräfte die Anschläge von Paris ausnutzen werden, um ihre Hetze gegen die Geflüchteten weiter zu befeuern und ihre Gewalt gegen unschuldige Menschen zu rechtfertigen, mutmaßt Dresden Nazifrei.

Auch das Bündnis Dresden für Alle warnt vor einer Instrumentalisierung der Anschläge. „Vergessen wir nie, dass es dieser Terror ist, vor dem so viele fliehen und mit aller Kraft versuchen, bei uns Zuflucht zu finden. Solche Taten dürfen nicht instrumentalisiert und zur Legitimation von Hass benutzt werden.“

Besorgt blickt Christian Avenarius, Fraktionsvorsitzender der SPD im Dresdner Stadtrat auf die nächsten Wochen. „Die närrischen Hetztiraden ‎von Pegida können wir nun noch weniger brauchen als bisher. Gefragt sind nicht Hysterie und dumpfe Fremdenfeindlichkeit, sondern Besonnenheit und Verantwortungsbewusstsein.“  Der Blick auf das unendliche Leid, das die hasserfüllten Mörder von Paris hervorgerufen haben, sollte den Blick für das schärfen, ‎was wirklich wichtig ist, fordert er auf DNN-Anfrage.  „Insbesondere in der Diskussion um die Flüchtlingspolitik sollten wir uns deshalb in alle Richtungen vor voreiligen Schlüssen hüten, sondern dem Rechnung tragen, was die Ermittlungen in Paris ergeben.“ Vor einer Vermischung der Anschläge von Paris mit der Asyldebatte warnt Albrecht Pallas, SPD-Landtagsabgeordneter. "Inzwischen hat sich der IS zu den Anschlägen bekannt. Sehr wahrscheinlich lebten die Terroristen schon länger in Frankreich oder waren dort geboren. Das macht einmal mehr deutlich, dass wir den Kampf gegen Terrorismus nicht mit der Flüchtlingsfrage vermischen dürfen."

Solidarität statt Hass fordert auch Sachsens Linken-Chef Rico Gebhardt. “Was nicht geschehen darf, ist, dass Ängste ausgerechnet gegen die Menschen instrumentalisiert werden, die vor solchem Terror zu uns geflüchtet sind. Die Solidarität mit ihnen gehört zur Antwort auf den Terror”

jv

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