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Dresdner Oberbürgermeister spricht Klartext zur Flüchtlingsproblematik - Stadt schickt Ärzte

Dresdner Oberbürgermeister spricht Klartext zur Flüchtlingsproblematik - Stadt schickt Ärzte

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat sich in einer leidenschaftlichen Rede vor dem Stadtrat für die menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen eingesetzt.

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Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (Archivfoto)

Quelle: Sebastian Kahnert

Er könne es nicht akzeptieren, dass es in Dresden einen Ort gibt, an dem Menschen bei 40 Grad Celsius in Zelten leben, Kinder auf Schotter spielen müssen. "Menschen in Not brauchen ein Dach über dem Kopf, das diesen Namen verdient", forderte Hilbert und übte scharfe Kritik am Freistaat Sachsen.

Die Zuweisung von Tausenden Flüchtlingen sei nicht überraschend gekommen. Der Freistaat habe zahlreiche Interimsquartiere für die Unterbringung von Flüchtlingen geprüft und wieder verworfen. "Aus welchen Gründen auch immer. Solange es freie Gebäude im Besitz des Bundes, des Landes oder der Kirchen gibt, müssen sie für diese Aufgaben genutzt werden", so der Oberbürgermeister, der fraktionsübergreifend Beifall erhielt.

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Derzeit ist das Gelände rund um den Turnhallenkomplex an der Nöthnitzer Straße umzäunt.

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Grüne Oase: Der stillgelegte Äußere Matthäusfriedhof wird für Frauen und Kinder aus der benachbarten Zeltstadt geöffnet.

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Hilbert kündigte an, dass die Landeshauptstadt drei Ärzte und drei Schwestern ihres Gesundheitsamtes zur Unterstützung der medizinischen Versorgung in die Zeltstadt in der Bremer Straße schicken werde. Deshalb werde es zu Verzögerungen bei Begutachtungen und Untersuchungen für die Bevölkerung kommen. "Aber Menschen in Not müssen uns das wert sein", so Hilbert.

Der OB forderte den Freistaat auf, endlich gemeinsam mit den Kommunen und nicht auf dem Rücken der Flüchtlinge und der Städte und Gemeinden die Frage der Unterbringung zu lösen. Die Dresdner forderte Hilbert auf, sich ebenso wie die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer für die Neubürger der Stadt zu engagieren. Er fühle sich als Oberbürgermeister allen Menschen dieser Stadt verpflichtet. "Unabhängig davon, ob sie sich in Obhut des Freistaats befinden oder in unserer."

Thomas Baumann-Hartwig

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