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Dresdner OB will Defizite der Event-Koordination beheben

Dresdner OB will Defizite der Event-Koordination beheben

Vier Jahre, nachdem Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) mit der Personalie "Wolfram Köhler" gründlich gescheitert ist, kommt eine neue Vorlage zur Eventkoordination in die Gremien des Stadtrates.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Es ist eine "Light"-Variante der ursprünglichen Idee, einen "Supermanager" für alle Kultur- und Sportveranstaltungen, aber auch Messe, Sportstätten und Bäder zu installieren. Der umtriebige Köhler sollte diese Rolle für ein recht ordentliches Salär ausfüllen. Doch als dem früheren CDU-Oberbürgermeister von Riesa der politische Gegenwind heftig um die Nase blies, blieb er dann doch lieber in seinem selbstgewählten Exil im sonnigen Florida und ließ die OB im Regen stehen.

Die Stadt verteilte notgedrungen die Aufgaben auf mehrere Schultern. Ulrich Finger wurde Messechef, Sven Mania Leiter des Sportstätten- und Bäderbetriebs. Deshalb geht es nun nur noch darum, einen Mitarbeiter "Eventkoordination und -marketing" bei der städtischen Tochter "Dresden Marketing GmbH" (DMG) zu installieren.

Orosz will damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen sollen die seit dem Scheitern der Köhler-Pläne nicht behobenen Defizite im städ- tischen Veranstaltungsmanagement endlich behoben werden. Zum zweiten ist im städtischen Haushalt Geld für den Eventkoordinator vorhanden. Ursprünglich sollte es aber ganz anders verwendet werden. Eigentlich sollten die mit Tourismus befassten Unternehmen der Stadt eine freiwillige Abgabe für das Stadtmarketing zahlen. Der Tourismusverband Dresden signalisierte Ende des vergangenen Jahres, ganze 200 000 Euro auf den Tisch legen zu können. Daraufhin plante die Stadt ebenfalls 200 000 Euro als Kofinanzierung in ihrem Haushalt ein.

Die freiwillige Abgabe ist mit der vom Stadtrat Anfang des Jahres beschlossenen Kurtaxe vom Tisch. Die 200 000 Euro stehen aber noch im städtischen Etat. Und sollen jetzt an die DMG gehen. Die Stadttochter hätte so 60 000 Euro Personal- und 140 000 Euro Sachkosten für die Eventkoordinierung zur Verfügung.

Der "Mini-Köhler" soll laut Stellenbeschreibung neue Events (Ereignisse) akquirieren, einen Dresdner Eventkalender koordinieren, Veranstaltern bei der Suche nach geeigneten Flächen helfen, einen Sponsorenpool für die Finanzierung von Events aufbauen und Marketingkampagnen für die Großereignisse kreieren - ein "Hans Dampf in allen Gassen" à la Köhler wird gesucht.

Zugleich soll der DMG-Mitarbeiter engen Kontakt zur Stadtverwaltung halten. Dort ist das Sachgebiet "Besondere Sicherheitsangelegenheiten" im Geschäftsbereich von Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) der erste Ansprechpartner. Die Akquise von Events und die Betreuung von Veranstaltungen seien nämlich ein Prozess, der vor der Genehmigung von konkreten Veranstaltungen stattfinde, heißt es in der Vorlage.

Eine entsprechende Stellenanzeige hat die DMG schon mal vorbereitet. Doch ehe sie veröffentlicht werden kann, muss der Stadtrat erst noch der Vorlage der Oberbürgermeisterin zustimmen. Am Montag berät zunächst einmal der Finanzausschuss über das 200 000-Euro-Papier.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.04.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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