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Dresdner OB Helma Orosz kehrt im März ins Amt zurück

Dresdner OB Helma Orosz kehrt im März ins Amt zurück

Dresden. Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) kehrt nach langwieriger Erkrankung am 1. März 2012 ins Amt zurück. Das gab die 58-Jährige am Donnerstag bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt seit mehr als zehn Monaten bekannt.

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Helma Orosz gab erstmals nach Monaten ihrer Krankheit wieder eine Pressekonferenz.

Quelle: dpa

Orosz war an Brustkrebs erkrankt. „Ich bin vielleicht nicht mehr die, die ich mal war", sagte sie und kündigte Änderungen in ihrem Privat- und Berufsleben an. So will sie beispielsweise die Ernährung umstellen und ihren Körper mit viel Bewegung fit halten. Die Erkrankung habe ihr mehr Gelassenheit beschert. Nun hoffe sie darauf, diese auch lange zu behalten.

Orosz hatte ihre Erkrankung am 4. Februar dieses Jahres öffentlich gemacht. Bei ihr sei ein Tumor in der Brust diagnostiziert worden, ließ sie damals mitteilen und: „Ich habe mich entschlossen, offen mit der Krankheit umzugehen. So eine Krankheit zu verschweigen, ist keine Lösung." Dass sie so schnell wie möglich ins Rathaus zurückkehren wolle, stellte die aus Weißwasser stammende Frau gleichfalls klar. Am Donnerstag machte sie deutlich, welch großer Einschnitt die Erkrankung für ihr Leben bedeutete.

Die Therapie beschrieb sie als eine Achterbahnfahrt. Vor allem die sechs Monate währende Chemotherapie sei geprägt gewesen von Phasen der Angst und der Hoffnung. Orosz sprach von Schmerzen, Schwäche und Hilflosigkeit. Das alles haben sie oft an den Rand der Verzweiflung geführt. Allerdings habe sie auch „wunderbare freudige Erfahrungen" gemacht. Orosz erwähnte dabei die hohe Anteilnahme der Bürgerschaft und Zuspruch, der keine politischen Grenzen gekannt habe.

Die Bürger hätten ihr viele Briefe geschrieben und auch eigene schwierige Lebenssituationen geschildert. „Für mich ist auch deutlich geworden, dass unsere Gesellschaft eben nicht kalt ist, dass es soziales Miteinander in der Gesellschaft gibt, wenn es darauf ankommt." Die Anteilnahme habe zu ihrer Genesung beigetragen. „Das ist für mich eine wunderbare Erfahrung, die mich auch in Zukunft prägen wird." Ein Dank auch an die Medien: Sie hätten zugelassen, dass eine „öffentliche Person privat krank sein kann" und sie geschützt.

Bis zum Amtsantritt möchte Orosz weitere Heilbehandlungen absolvieren. Noch seien Nebenwirkungen in unterschiedlichem Ausmaß vorhanden. Das Ziel der Therapien bestehe darin, diese zu minimieren. „Ich fühle mich gut", sagte Orosz. Auch ihre Ärzte seien der Meinung, dass der 1. März ein gutes Datum für die Wiederaufnahme der Amtsgeschäfte sei. Bis dahin führt Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) das Rathaus weiter. Bei den Demonstrationen gegen die Neonazi-Aufmärsche im Februar will Orosz aber schon wieder dabei sein.

Am Ende hatte sie neben Weihnachtswünschen für die Journalisten nur einen Wunsch: Sie bat die Medien darum, keine Fotos von ihr mit Perücke mehr zu veröffentlichen. Die Bilder sollten die „aktuelle Helma Orosz" zeigen. Sie brauche das auch für einen Abschluss dieser Phase. „Gesundheit ist nicht alles, doch ohne Gesundheit ist alles nichts", zitierte Orosz den Philosophen Arthur Schopenhauer.

dpa

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