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Dresdner FDP-Kreisvorsitzender Christoph Blödner wirft das Handtuch

Dresdner FDP-Kreisvorsitzender Christoph Blödner wirft das Handtuch

Wenn sich der FDP-Kreisverband am heutigen Sonnabend im Holiday Inn zum Kreisparteitag trifft, dürfte es einen Paukenschlag geben: Kreisvorsitzender Christoph Blödner hat nach DNN-Informationen per E-Mail angekündigt, sein Amt niederzulegen.

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Quelle: PR

Blödner war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, da er sich bis Freitag im Urlaub befand. Sein angekündigter Rücktritt ist weniger die Konsequenz aus dem Kommunalwahlergebnis als vielmehr das Resultat innerparteilicher Querelen.

Obwohl die FDP im Vergleich zu 2009 enorm an Stimmen eingebüßt hat, ist sie in Dresden nicht gänzlich in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwunden. Zusammen mit Franz-Josef Fischer von den Freien Bürgern konnten die drei FDP-Stadträte eine Fraktion bilden, keine Selbstverständlichkeit in einer ostdeutschen Großstadt. Blödner wird aber von seinen Parteifreunden vorgeworfen, nicht eingegriffen zu haben, als sich mehrere Liberale mehr mit sich selbst als mit dem politischen Gegner im Wahlkampf beschäftigt hatten. Sollte der Kreisvorsitzende wie angekündigt das Handtuch werfen, würden seine Stellvertreter Carsten Biesok und Frank Kroschinsky bis zum März 2015 den Kreisverband führen. Dann wird turnusgemäß ein neuer Kreisvorstand gewählt.

Innerparteiliche Querelen wird es auf dem Parteitag auch geben, wenn es um die Besetzung der Ortsbeiräte geht. Weil die Liberalen wegen des mäßigen Wahlergebnis in den meisten Beiräten nur noch mit einer Stimme und in der Neustadt gar nicht mehr vertreten sind, stehen verdienstvolle und altgediente Ortsbeiräte vor dem Aus. Da ist Knatsch vorprogrammiert.

Die FDP will aber auch den Blick nach vorne richten und die Konsequenzen aus den Ergebnissen von Kommunal- und Landtagswahl ziehen. „Es gibt viele Menschen, die liberale Ideen leben. Aber wir haben es nicht geschafft, dass sie uns wählen. Das müssen wir wieder erreichen“, erklärte Biesok.

tbh

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