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Dresdner Bürgerinitiative kämpft weiter gegen Eintritt für Pillnitzer Schlosspark

Dresdner Bürgerinitiative kämpft weiter gegen Eintritt für Pillnitzer Schlosspark

Die Zeit ist knapp bis zur geplanten Eintrittserhebung für den Schlosspark Pillnitz. Ab 2. April will der Staatsbetrieb Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen alle Parkeingänge bis auf zwei (ein dritter nur für Jahreskarteninhaber) schließen und zwei Euro Eintritt kassieren.

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An diesen Stellen sollen Besucher künftig den Schlosspark betreten dürfen.

Quelle: DNN

Dagegen laufen Bürger, Gewerbetreibende und auch Politiker Sturm. Eine Bürgerinitiative (BI) Schlosspark Pillnitz positioniert sich öffentlich. Die Kritiker des Eintritts machten auch in der Ortsbeiratssitzung am Mittwoch im Ortsamt Loschwitz ihrem Ärger Luft. Viele Bürger waren gekommen, um das in zwei Tagesordnungspunkten angesetzte Thema zu verfolgen.

Die Pro-Eintritt-Argumente von Sachsens Schlösserchef Christian Striefler und der Dresdner Schlösserchefin Andrea Dietrich konnten nicht überzeugen. Das hatte man so schon zur Informationsveranstaltung im Januar gehört. Pillnitzer und weitere Bürger fühlen sich brüskiert. Schon 2005 hatten sie in einer Arbeitsgruppe Vorschläge zur Erzielung höherer Einnahmen unterbreitet. Die ablehnenden Reaktionen darauf blieben unkonkret, belastbare Zahlen werden bis heute vermisst. „Ein alternatives Bewirtschaftungskonzept wurde gar nicht versucht", erklärte BI-Sprecher Peter Schulze gegenüber DNN.

Als „einfallslos" bezeichnet Ortsbeirat Dietmar Fischer (FDP) den Landesbeschluss Eintritt für den Pillnitzer Park. „Wenn man seine Attraktionen nicht besser vermarkten kann, macht man einfach einen schlechten Job." Der Liberale stellt sich damit gegen die Meinung seiner Partei, die den Eintritt jetzt befürwortet. Fischer schlägt stattdessen höheren Eintritt für Schloss, Kamelie und Palmenhaus vor, die Verpachtung von Flächen zum Beispiel an der Maillebahn für Gastronomie sowie die Vermarktung einer zu entwickelnden „Marke Pillnitz". „Es sind noch nicht alle Messen gesungen. Das Kabinett könnte die Eintrittserhebung noch zurückstellen", meint Fischer.

Der Ortsbeirat Loschwitz beauftragte mehrheitlich gegen die Stimmen der CDU Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU), den Parkeintritt noch zu verhindern und bis zum 30. März darüber Rechenschaft abzulegen. Ortsamtsleiterin Sylvia Günther schlug zudem einen Runden Tisch aller Beteiligten des Freistaats und der Bürger vor, so Schulze. Das Treffen könnte in der kommenden Woche stattfinden.

Unterdessen laufen zwei Unterschriftenaktionen für einen offenen Schlosspark, wie es seit Jahrhunderten Tradition ist. Rund 150 Erstunterzeichner, darunter zahlreiche prominente Persönlichkeiten, unterstützen den Aufruf der BI. Bis Donnerstagabend war die im Internet einsehbare Liste auf 580 Unterschriften angewachsen. Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) hatte nach einem Gespräch mit der BI die Weiterleitung des Aufrufs an den Petitionsausschuss des Landtags zugesagt und weitere Gespräche mit dem Schlösserbetrieb empfohlen. Mit einer zweiten Petition „Freier Park für freie Bürger" kämpft der Pillnitzer Einwohner Heinz Lindner gegen die Schließung von Parkzugängen und die damit verbundene Zerstörung des Siedlungsraumes. Rund 700 Personen haben bisher dieses Protestschreiben unterzeichnet.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.02.2012.

Genia Bleier

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