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Dresdens Wirtschaftsausschuss kündigte den Vertrag mit der DTG

Dresdens Wirtschaftsausschuss kündigte den Vertrag mit der DTG

Mächtige Klatsche für den Tourismusverband Dresden (TVD) und seine Dresden Tourismus GmbH (DTG): Einstimmig hat der Ausschuss für Wirtschaftsförderung gestern die vorgesehene Verlängerung eines Dienstleistungsvertrages um vier Jahre verhindert und den Vertrag gekündigt.

Dresden .

Dresden (DNN/rare). Mächtige Klatsche für den Tourismusverband Dresden (TVD) und seine Dresden Tourismus GmbH (DTG): Einstimmig hat der Ausschuss für Wirtschaftsförderung gestern die vorgesehene Verlängerung eines Dienstleistungsvertrages um vier Jahre verhindert und den Vertrag gekündigt. Ursache ist das finanzielle Desaster der Zwingerfestspiele mit all seinen negativen Folgen für die DTG.

Die DTG erhält jährlich 900 000 Euro von der Stadt, um die Gäste der Stadt zu betreuen. Die TVD-Firma betreibt mit städtischen Mitteln die Touristinformationen, das Call Center für Besucheranfragen und den Prospektversand. Doch statt sich auf diese Kernaufgaben zu konzentrieren, habe die DTG eine Tochtergesellschaft, die Dresden Event GmbH (DEG), gegründet und geglaubt, sie könne nebenbei ein Event wie die Zwingerfestspiele stemmen, schimpfte Christiane Filius-Jehne (Grüne). Dabei habe die DTG Kräfte und Energie in einem Nebenfeld verschwendet und sei durch ein gescheitertes Experiment in finanzielle Schieflage geraten. CDU-Wirtschaftsexperte Steffen Kaden beklagte, dass es keinerlei DTG-Entwicklung hinsichtlich neuer Geschäftsmodelle gegeben habe. Vertraglich vereinbarte Leistungen wie aktuelles Internet oder genug Informationspunkte seinen schlicht nicht erbracht worden. Außerdem habe es ohne Rücksprache einen Strategiewechsel hin zu einer Servicegesellschaft gegeben. Peter Lames, Chef der SPD-Fraktion, erwartet, dass sich die Tourismuswirtschaft stärker engagiert. Christoph Hille (Bürgerfraktion) will, dass künftig ein Weisungsrecht für die Dresden Marketing Gesellschaft (DMG) vertraglich fixiert wird. Alle Räte waren sich einig: DTG und DMG haben zu wenig gemäß der Marketingkampagnen der DMG zusammen gearbeitet.

Noch in diesem März wird Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) dem Ausschuss einen Zeitplan für die Neuausschreibung vorlegen. Der bisherige DTG-Vertrag gilt bis April nächsten Jahres. Seine Firma stehe jetzt vor der Insolvenz, teilte DTG-Chef Ralph Sander mit, der wie TVD-Chef Jeffrey Pötzsch und VVO-Boss Burkhard Ehlen im Ausschuss dabei war.

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