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Dresdens Stadtfesten drohen Einschnitte wegen fehlender Förderrichtlinie

Dresdens Stadtfesten drohen Einschnitte wegen fehlender Förderrichtlinie

Feste wie das Elbhangfest, das Hechtfest und das Pieschener Hafenfest sind seit vielen Jahren fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders für viele Dresdner.

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Ohne gültige Fördermittelrichtlinie können Veranstalter von Stadtfesten wie dem Pieschener Hafenfest keine Fördermittel erhalten. Dem Pieschener Fest würde dadurch sogar das Aus drohen.

Quelle: PR

Nun könnten den beliebten Volksfesten Einschränkungen im Kulturprogramm oder sogar das Aus drohen, denn die Fördermittelrichtlinie der Stadt lief zum 31. Dezember 2012 aus und wurde bislang nicht erneuert.

Wie die Stadtratsfraktion der Grünen in einer Mitteilungen schreibt, konnten die bisher gestellten Anträge der Veranstalter auf Förderung durch die Stadt Dresden nicht bearbeitet werden. Grund dafür sei das Fehlen einer rechtskräftigen Satzung zur Vergabe der Fördergelder, so Grünen-Stadtrat Torsten Schulze. "Bereits im vergangenen Jahr wurde die Verwaltung auf das Fristende der bestehenden Satzung mehrfach hingewiesen. Geschehen ist seitdem nichts", kritisiert der  Schulze, der auch wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist.

Bis zum 31.12.2012 regelte die "Satzung zur Förderung von Großveranstaltungen" die Vergabe von Fördermitteln zur Fehlbedarfsfinanzierung bei Veranstaltungen in Dresden. Bislang war es so, dass die Veranstalter der Straßenfeste keine Sondernutzungsgebühr für die Straßennutzung zahlen mussten. Peter Lames, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat, bemängelt ebenfalls, dass sich die Stadt mit der Verabschiedung der Richtlinie mitunter Zeit lässt. „Mein Vorschlag wäre, mal in Leipzig und Chemnitz nachzufragen, wie die Städte die Förderung der Feste regeln“, so Lames.    

Kai Schulz, Sprecher der Stadt Dresden, teilte derweil auf Anfrage von DNN-Online mit, dass die Arbeiten an den Richtlinien erst mit dem Beschluss des Haushalts im Januar begonnen werden konnten. Im März werde die Förderrichtlinie dann dem Kulturausschuss vorliegen. „Diese Verzögerung ist zum Teil vom Stadtrat selbst verschuldet. Durch die verspätete Verabschiedung des Haushalts haben sich alle Dinge nach hinten verschoben“, so Schulz.   

Torsten Schulze kritisiert dennoch: "Wenn die eingestellten Fördermittel die Organisatoren der Veranstaltungen nicht erreichen, kann das unter anderem bedeuten, dass Eintrittspreise erhöht werden müssen oder die Gebühren für Standbetreiber steigen. Eine weitere Auswirkung kann sein, dass im Kulturprogramm gekürzt werden muss, was die Attraktivität schmälert.“  Schulze forderte Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) auf, aktiv zu werden. Der Stadtrat brauche umgehend eine Beschlussgrundlage, um den Organisatoren eine Planungssicherheit für ihre Veranstaltungen zu geben, so Schulze.  

Ganz ähnlich äußerte sich Maik Schellbach vom Hechtviertel e.V., der das jährliche Hechtfest organisiert. „Wenn wir keine Förderung mehr bekommen, müssen wir versuchen, den Fehlbetrag auszugleichen. Bisher haben wir rund 2500 Euro von der Stadt bekommen. Unser Fest wird auch weiterhin keinen Eintritt kosten, aber dann müssen wir am Kulturprogramm sparen oder die Standgebühren anheben“, so Schellbach auf Anfrage von DNN-Online.  

Gar das Aus könnte die fehlende Förderung für das Pieschener Hafenfest bedeuten. „Wir kämpfen sowieso schon gegen den Absprung von Sponsoren. Wenn nun noch die Förderung ausbleiben würde, wüssten wir gar nicht mehr, wie wir die Finanzierung regeln sollen“, so Organisator Mario Müller-Milano. Finanziell sei die Situation gerade sowieso kritisch, da man für 2012 statt des bisherigen 2500 Euro Gema-Gebühren nun 28.000 Euro bezahlen müsse, so der Veranstalter weiter.

Julia Vollmer

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