Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz verabschiedet sich mit emotionaler Rede

Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz verabschiedet sich mit emotionaler Rede

Mit einem Festakt im Rathaus ist Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) verabschiedet worden. Die 61-Jährige gab ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig auf und wird nun bis zur Wahl eines neuen Stadtoberhauptes im Juni von ihrem Stellvertreter Dirk Hilbert vertreten.

Voriger Artikel
Demo in Dresden: Tausende Menschen setzen Zeichen für Rechte von Flüchtlingen
Nächster Artikel
Flüchtlinge vor Dresdner Semperoper wollen bis April campieren: Postplatzkonzerte auf Theaterplatz verlegt

Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) bei ihrer Abschiedsrede als Oberbürgermeisterin.

Quelle: dpa

„Mit Helma Orosz geht die „First Lady“ der sächsischen Politik in den Ruhestand“, würdigte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) seine frühere Kabinettskollegin.

phpb22b3cc67a201502271707.jpg

Künftig will sich Helma Orosz mehr Zeit für sich können, kündigte sie an.

Zur Bildergalerie

Bei Orosz seien Mensch und Amt immer eins gewesen. Unter ihrer Führung sei Dresden in „seiner Erinnerung geeint und in die Zukunft gewachsen“. Tillich blieb dem Festakt im Rathaus am Freitag fern, weil ihn eine Grippe plagte. Er ließ sich von Staatskanzleichef Fritz Jaeckel vertreten, der Orosz im Namen der Regierung dankte und zugleich sehr persönliche Worte fand. Auch der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) reihte sich in die Schar der Dankesredner ein. „Führung bedeutet nicht befehlen. Führung bedeutet die Fähigkeit, zuzuhören und dann zu entscheiden“, beschrieb er den Führungsstil von Orosz.

phpcdfb5d9e0b201502261447.jpg

Am 31. Juli 2008 schenkt der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich seiner scheidenden Sozialministerin Helma Orosz (beide CDU) zu ihrer Verabschiedung eine Kapitänsmütze mit dem Schriftzug „Dresden“.

Zur Bildergalerie

Ihr Vize Dirk Hilbert brachte eine humorvolle Note ein: Orosz’ frühere Tätigkeit als Kindergärtnerin sei eine große Hilfe gewesen, so manche Stadtratssitzung zu überstehen, sagte er. Orosz selbst, die als erste Frau die Geschicke der Stadt Dresden lenkte, verzichtete auf eine politische Rede und bedankte sich stattdessen bei Kollegen, Weggefährten und Freunden. „Ich habe selten eine so kontinuierliche, menschliche und angenehme Zusammenarbeit erlebt.“ Als die Rede auf ihre Familie kam, ließ sie ihren Tränen freien Lauf.

Orosz war 2011 an Krebs erkrankt und hatte ein Jahr lang pausieren müssen. Den Verzicht auf eine weitere Amtszeit hatte sie auch mit Verweis auf ihre Gesundheit begründet. Am Freitag versprach sie ihrer Tochter und ihren Enkeln, nun endlich viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Orosz war im August 2008 Stadtoberhaupt in Dresden geworden. Zuvor hatte sie in gleicher Funktion in Weißwasser agiert, ab 2003 war sie sächsische Sozialministerin. Am 7. Juni steht die erste Runde der Oberbürgermeisterwahl in Dresden an. Für die Nachfolge gibt es mit der amtierenden Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) und CDU-Innenminister Markus Ulbig zwei aussichtsreiche Bewerber. Der FDP-Politiker Hilbert tritt als unabhängiger Kandidat an und darf sich gleichfalls Chancen ausrechnen.

Jörg Schurig, dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.