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Dresdens OB Orosz nimmt ihren Baubürgermeister an die kurze Leine

Dresdens OB Orosz nimmt ihren Baubürgermeister an die kurze Leine

Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) hat seit Anfang November eine neue Mitarbeiterin: "Frau Sandra Osburg arbeitet ab sofort als Referentin für Grundsatzfragen im Büro der OB", teilte Stadtsprecher Kai Schulz auf Anfrage der DNN mit.

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Baubürgermeister Jörn Marx beweist nicht immer ein glückliches Händchen.

Quelle: Archiv

Die Frau ist studierte Bauingenieurin und wird sich laut Schulz vorwiegend mit den Themen Stadtentwicklung und Bauen befassen.

Mit dieser Personalie schließt die OB eine Lücke in ihrem Geschäftsbereich, die sich in diesem Jahr schon mehrfach negativ ausgewirkt hat: Es fehlte bislang an Personal mit baupolitischem Sachverstand im Umfeld der OB. Das mag auch nicht zwingend erforderlich sein, wenn der Baubürgermeister seinen Geschäftsbereich in Griff hat. Doch genau das soll, vorsichtig formuliert, nur bedingt der Fall sein: "Der Geschäftsbereich 6 produziert sehr viele Vorlagen. Und es ist zu viel verlangt, dass sich die OB in jede einzelne vertieft", sagt ein Insider.

Die OB musste sich auf Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) verlassen. Das führte unter anderem dazu, dass sie im Juni ihr Veto gegen einen Beschluss des Stadtrates einlegte, in dem der schnelle Sanierungsbeginn der maroden Albertbrücke gefordert wurde. Die Arbeiten hätten im September beginnen können, wenn Orosz keinen Einspruch eingelegt hätte. Marx soll ihr versichert haben, dass die Brücke im unsanierten Zustand noch hält. Ein Trugschluss, wie sich später herausstellte. Nach immer neuen Schreckensmeldungen - Gefahr für die Schifffahrt und Radfahrer durch herabstürzende Steine, Straßenbahngleise völlig verschlissen - musste die CDU-Fraktion ihre Meinung ändern. Nun wird das Bauwerk doch wie ursprünglich geplant unter Vollsperrung für den Kfz-Verkehr saniert - aber eben erst ab Mai 2014.

Auch die Irritationen um den Ausbau der Königsbrücker Straße hätten vermieden werden können, wenn sich im OB-Büro jemand mit Sachkenntnis die von Marx vorgelegte Variante "7 modifiziert" angeschaut hätte. Schließlich machte sogar Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz deutlich, dass er die "7m" aus fachlichen Gründen ablehnt, mittlerweile wurden die Pläne im Bauausschuss beerdigt (DNN berichteten).

Albertbrücke und Königsbrücker Straße sollen aber nur die Spitze des Eisbergs sein. Vielfach würden die Vorlagen aus dem Geschäftsbereich Bau Struktur vermissen lassen. So sei bei einem millionenschweren Vorhaben nicht geprüft worden, ob die Arbeiten überhaupt förderfähig sind. "Die OB braucht jemanden, der sich in die Planungen detailliert einarbeiten und alle offenen Fragen klären kann, bevor die Vorlagen in die Gremien des Stadtrates gehen", wird in der Verwaltung die Einstellung der Referentin begrüßt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.11.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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