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Dresdens OB Helma Orosz: außerhalb Auftritt(e) mit Bravour, im Haus Personalprobleme

Dresdens OB Helma Orosz: außerhalb Auftritt(e) mit Bravour, im Haus Personalprobleme

In Magdeburg punktete Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) am Wochenende in der Florian-Silbereisen-Show im ARD-Fernsehen vor einem Millionenpublikum (DNN berichteten), zu Hause wird die OB in ihrem Geschäftsbereich von Personalproblemen geplagt.

Von Ralf Redemund

Gleich zwei Mitarbeiterinnen wollen weg. Die Abteilungsleiterin für Stadtratsangelegenheiten, Claudia Jagdschian, wechselt zum 16. Juli auf eigenen Wunsch ins städtische Umweltamt, die Sekretärin von Büroleiterin Doris Schmidt-Krech wirft das Handtuch, wechselt als Sachbearbeiterin in einen anderen Geschäftsbereich. Der Termin dafür ist noch unklar.

Ausgerechnet Jagdschian, die erst 2010 Ralf Tostmann beerbt hat, und die Verbindungsfrau der OB zum Stadtrat ist. Doch nicht nur das: Die bislang engste Vertraute Schmidt-Krech ist häufiger krank, als es der OB lieb sein kann. "Nicht häufiger als das Jahr zuvor", heißt es dazu aus der Pressestelle. Doch im Jahr zuvor "regierte" auch noch OB-Stellvertreter Dirk Hilbert (FDP) mit seinem Vertrauten Torsten Rex. Da fielen die Absenzzeiten von Frau Schmidt-Krech nicht weiter auf.

Es werden Erinnerungen wach an die Zeit, bevor die OB an Krebs erkrankte. Gleich drei von vier engsten Mitarbeitern waren zwischenzeitlich weg: Diagnose Burnout. Kai Schulz kehrte erst nach langer Auszeit als Pressechef und Rathaussprecher ins OB-Büro zurück. Ex-OB-Büroleiter Herbert Gehring arbeitet nach Rekon- valeszenz als Chef im Rechnungsprüfungsamt, Ex-Referent Johannes Schulz bei Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU). Und dessen Nachfolger Lars Röher - davor Pressesprecher der CDU-Fraktion - musste den OB-Geschäfts- bereich wieder verlassen, versetzt in die Grundstücksverwaltung, nachdem die neue OB-Büroleiterin Doris Schmidt-Krech dessen Schreibtisch durchsucht und Röher als Hartz-IV-Betrüger entlarvt hatte. Bis heute gibt es keinen Ersatz für Röher.

Die Fluktuation im stressgeplagten OB-Bereich ist beachtlich. Zu Beginn der Amtszeit hatte das OB-Büro 69 Mitarbeiter, heute sind es 78, wobei sechs Personen im zeitlich befristeten Projekt "Bildungsbahnen" tätig sind. Seit Amtsantritt von Orosz haben 23 Personen "das Büro aus unterschiedlichen Gründen zu unterschiedlichen Zeiten verlassen", heißt es lapidar in einer Antwort der Stadt auf eine DNN-Anfrage. Davon hätten sich neun Leute innerhalb der Verwaltung neu orientiert, vier seien altersbedingt ausgeschieden, sechs hätten die Verwaltung ganz verlassen, wobei vier der sechs aus Dresden weggezogen seien.

"Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zu Personalfragen keine Auskünfte erteilen", hieß es zur Frage nach den Gründen zu Fehl- und Krankheitszeiten der Mitarbeiter im OB-Geschäftsbereich. Personelle Fluktuationen in der Verwaltung seien völlig normal - im OB-Bereich waren sie es in dieser Häufung und Qualität vor Orosz nicht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.06.2012

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